meckern

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungme-ckern
Wortbildung mit ›meckern‹ als Erstglied: ↗Meckerei · ↗Meckerfritze · ↗Meckerkasten · ↗Meckerliese · ↗Meckerziege
 ·  mit ›meckern‹ als Letztglied: ↗Gemecker · ↗Gemeckere · ↗Gemeckre · ↗anmeckern · ↗bemeckern · ↗herummeckern
eWDG, 1974

Bedeutungen

1.
Beispiele:
die Ziege meckert (= läßt ihre Stimme ertönen)
das laute, klägliche Meckern einer Ziege
2.
umgangssprachlich in kurzen, abgehackten hellen Lauten lachen
Beispiele:
er meckerte boshaft, amüsiert, vor Vergnügen
meckernd lachen
Selbst Professor Kürtchen amüsierte sich so sehr, daß er meckerte [Th. MannKönigl. Hoheit7,88]
3.
umgangssprachlich, abwertend kleinlich und böswillig mündlich kritisieren, nörgeln, kritteln
Beispiele:
er ist ein Querkopf, immer hat er etwas zu meckern
über etw., jmdn. meckern
über das Essen, jmds. Benehmen, die Zustände meckern
Er würde heute genauso meckern wie damals, nichts tun und glauben, daß ihm Gott weiß wie unrecht geschehen sei [JohoWendemarke198]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

meckern Vb. ‘wie eine Ziege schreien’, übertragen ‘lachen’ (17. Jh.), ‘nörgeln, kritisieren’ (18. Jh.), Iterativum zu schallnachahmendem mecken (um 1600); vgl. älteres mechtzen, meckatzen (15. Jh.) und mhd. mecke m. ‘Ziegenbock’. Ähnliche lautnachahmende Bildungen begegnen in griech. mēkā́sthai (μηκᾶσθαι), lat. miccīre, tschech. mekati, lit. mekčióti ‘meckern, blöken’ sowie aind. mēkaḥ ‘Bock’, griech. mēkás (μηκάς) ‘Ziege’.

Thesaurus

Synonymgruppe
(seinem) Ärger Luft machen · ↗(sich) beklagen · ↗(sich) beschweren · (sich) unzufrieden äußern · ↗beckmessern · ↗bekritteln · ↗bemäkeln · ↗herumkritisieren (an) · ↗herummeckern · ↗herumnörgeln (an) · immer (et)was auszusetzen haben · immer (et)was zu meckern haben · ↗murren · ↗mäkeln · ↗räsonieren  ●  ↗reklamieren  schweiz. · (he)rumjaulen  ugs., salopp, fig. · (seinen) Frust loswerden (wollen)  ugs. · (seinen) Frust rauslassen  ugs. · ↗(sich) auskotzen  derb · Frust ablassen  ugs. · ↗abkotzen  derb, fig. · ↗granteln  ugs., österr., bair. · ↗herummaulen  ugs. · ↗herummotzen  ugs. · ↗herummäkeln (an)  ugs. · ↗maulen  ugs. · meckern  ugs. · ↗mosern  ugs. · ↗motzen  ugs. · ↗nölen  ugs. · ↗nörgeln  ugs., Hauptform · ↗pöbeln  ugs. · ↗quengeln  ugs. · ↗raunzen  ugs., österr. · rummaulen  ugs. · rummeckern  ugs. · rummotzen  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

BILD-Leser Essen Schiedsrichter Schiri Ziege anmeckern blöken da drauflos flüstern herum herummeckern hinterher jammern krähen lautstark los lästern maulen mosern motzen murren mäkeln nicht nörgeln rum rummeckern schimpfen zuviel über

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›meckern‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Kaum tut die Regierung etwas, fängt die Opposition an zu meckern.
Die Welt, 03.03.2005
Das große Tier stand auf, blickte die Kinder an und meckerte.
Held, Kurt: Die rote Zora und ihre Bande, Aarau: Sauerländer 1989 [1941], S. 220
Aber darf man in Zeiten, in denen Games üblicherweise nach acht Stunden durchgespielt sind, eigentlich meckern?
Die Zeit, 23.09.2013, Nr. 38
Über das Auto selbst gibt es insgesamt aber nur sehr wenig zu meckern.
Süddeutsche Zeitung, 10.04.1996
Die an den anderen Tischen sitzenden Leute meckerten jedoch nur vor sich hin, unternahmen aber nichts gegen uns.
o. A.[Autorenkollektiv am Psychologischen Institut der Freien Universität Berlin]: Sozialistische Projektarbeit im Berliner Schülerladen Rote Freiheit. Frankfurt: Fischer Bücherei 1971, S. 207
Zitationshilfe
„meckern“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/meckern>, abgerufen am 17.11.2019.

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