Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

meist

Grammatik Superlativ
Aussprache 
Grundformenviel, sehr
Wortbildung  mit ›meist‹ als Erstglied: Meistbegünstigung · Meistbietende · Meiststufe · meistbegünstigt · meistbenutzt · meistbeteiligt · meistbietend · meistdiskutiert · meistenorts · meistenteils · meistgebraucht · meistgebräuchlich · meistgefragt · meistgekauft · meistgelesen · meistgenannt · meisthin · meistverkauft
 ·  mit ›meist‹ als Letztglied: allermeist · zumeist  ·  mit ›meist‹ als Grundform: meistens
eWDG

Bedeutungen

1.
entsprechend der Bedeutung von viel
Beispiele:
er hat die meisten Bücher
sie hat die meiste Zeit
sie hat das meiste Talent
wer bietet am meisten, das meiste
er arbeitet, verdient am meisten, das meiste
er hat am meisten, die meiste Aussicht zu gewinnen
2.
bezeichnet den größten Teil einer Gesamtheit, die Mehrheit
Grammatik: attributiv
Beispiele:
die meiste Zeit verbringe ich am Schreibtisch
die meisten Jahre lebten sie in Leipzig
die meisten seiner Bücher hat er antiquarisch gekauft
in den meisten Fällen ist das so
die meisten (Leute, Menschen) glauben, dass …
sie hatte Angst wie die meisten
das meiste davon ist übriggeblieben, habe ich vergessen
3.
am meisten
entsprechend der Bedeutung von sehr
Beispiele:
über dein Geschenk habe ich mich am meisten gefreut
den Vater liebt sie am meisten
4.
am meisten
a)
Grammatik: dient zur Umschreibung des Superlativs bei Partizipien, wenn sie stark verbalen Charakter haben
Beispiele:
die am meisten befahrene Straße
die am meisten zerstörte Stadt
er ist der am meisten Bewanderte unter uns
b)
Grammatik: dient zur Umschreibung des Superlativs bei Adjektiven, deren Superlativ sich schwer bilden lässt
Beispiel:
er ist der am meisten bemitleidenswerte Kranke
5.
meistens, fast immer, fast nur
Grammatik: adverbiell
Beispiele:
er kommt meist gegen Abend
die Gäste sind meist Schüler und Studenten
es waren meist ältere Leute
er kommt meist diesen Weg
meist kommt es anders, als man denkt
Dieses Wort ist Teil des Wortschatzes für das Goethe-Zertifikat A1.
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

meist Adj. Adv. Superlativ zu viel und sehr. Ahd. meisto Adj. (8. Jh.), meist Adv. (8./9. Jh.), mhd. meist Adj., meist(e) Adv., asächs. mēst Adj. Adv., mnd. mēst, mnl. nl. meest, afries. māst, aengl. māst, mǣst Adj. Adv., engl. most, anord. mestr Adj., mest Adv., got. maists Adj., maist Adv. (germ. *maista-) sind mit dem Superlativsuffix ie. -isto- (got. ahd. -ist-) zur schwundstufigen Form der Wurzel ie. *mē- ‘groß, ansehnlich’ gebildet (s. mehr).

Thesaurus

Synonymgruppe
größt · höchst · meist
Synonymgruppe
Synonymgruppe
größtenteils · hauptsächlich · häufig · im Regelfall · in der (überwiegenden) Mehrzahl der Fälle · in der Regel · mehrheitlich · meist · zumeist · überwiegend  ●  meistens  Hauptform · pflegen zu  geh., auch ironisch
Assoziationen
  • etliche Male · häufig · oftmals · sehr oft · viele Male · vielmals · zum wiederholten Mal  ●  hundertmal  emotional · oft  Hauptform · x-mal  emotional · zig mal  emotional
  • ein paarmal · etliche Male · gerne (mal) · häufiger · mehr als einmal · mehrfach · mehrmals · nicht selten · vermehrt · verschiedene Mal(e) · verschiedentlich · wiederholt · öfter (schon) mal  ●  öfter  Hauptform · alle paar (...) mal  ugs. · des Öfteren  geh. · des Öftern  geh. · nicht gerade selten  ugs. · öfters  ugs.

Typische Verbindungen zu ›meist‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›meist‹.

Zitationshilfe
„meist“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/meist>.

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