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melodisch

Grammatik Adjektiv
Aussprache 
Worttrennung me-lo-disch
Wortzerlegung Melodie -isch
Wortbildung  mit ›melodisch‹ als Erstglied: Melodik

Bedeutungsübersicht+

  1. 1. wohlklingend
  2. 2. die Melodie betreffend
eWDG

Bedeutungen

1.
wohlklingend
Beispiele:
sie hat eine melodische Stimme
ihre Stimme hat einen melodischen Klang
2.
die Melodie betreffend
Beispiele:
eine Komposition ist rhythmisch oder melodisch betont
Musikeine melodische Linie (= Tonfolge), Figur
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Melodie · melodisch
Melodie f. ‘in sich geschlossene, wohlklingende Folge von Tönen’. Aus spätlat. melōdia, griech. melōdía (μελῳδία) ‘Singweise, Gesang’, einem Kompositum aus griech. mélos (μέλος) ‘Lied, Gesang’ und -ōdía (-ῳδία), Abstraktbildung zu griech. ōdós (ᾠδός) ‘Sänger’, aeídein (ἀείδειν) ‘singen’, wird mhd. mēlodīe entlehnt. Daraus entwickelt sich lautgerecht frühnhd. Melodei, eine Form, die in der Dichtung bis ins 19. Jh. erhalten bleibt. Daneben erfolgt im 16. Jh. erneut Anlehnung an das griech.-lat. Vorbild sowie an mfrz. frz. mélodie, so daß sich im Nhd. Melodie durchsetzt. Der bereits mit dem gregorianischen Kirchengesang in der lat. Klostersprache bekannte Ausdruck wird vor seiner Entlehnung mit ahd. suoʒsanc ‘wohltönender Gesang’ (Hs. 12. Jh.) wiedergegeben. – melodisch Adj. ‘wohlklingend’ (18. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
harmonisch · melodisch · melodiös · musikalisch · stimmig

Typische Verbindungen zu ›melodisch‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›melodisch‹.

Verwendungsbeispiele für ›melodisch‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Sie summte eine Melodie, die ihm zugleich fremd wie auf sonderbare Weise vertraut vorkam, zugleich melodisch wie atonal. [Hohlbein, Wolfgang: Das Druidentor, Stuttgart: Weitbrecht 1993, S. 232]
Die nicht‑abendländischen Völker musizierten auch melodisch, aber eben nicht mehrstimmig. [o. A.: Ansprache zur Eröffnung der Ausstellung ,,Entartete Musik" im Düsseldorfer Kunstpalast (Vollständige Fassung), 24.05.1938]
Im Adagio ist die melodische Führung völlig der V. überlassen. [Schwarz, Boris: Violinmusik. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1966], S. 17110]
Eine melodische Frage setzte sich in seinem erschütterten Kopf fest: Wie lange brennt schon der Altar? [Werfel, Franz: Die Vierzig Tage des Musa Dagh II, Stockholm: Bermann – Fischer 1947 [1933], S. 418]
Als sie auf unserer Höhe waren, ertönte plötzlich ein melodischer Ton. [C't, 1999, Nr. 20]
Zitationshilfe
„melodisch“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/melodisch>.

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