merklich

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungmerk-lich (computergeneriert)
eWDG, 1974

Bedeutung

wahrnehmbar
Beispiele:
eine kaum merkliche Bewegung des Kopfes
er folgte der Auseinandersetzung ohne merkliche Anteilnahme
das Ereignis hat einen merklichen Eindruck bei ihm hinterlassen
sie reagierte mit merklicher Zurückhaltung
er musste eine merkliche Zunahme seines Gewichts verzeichnen
seine Kräfte ließen merklich nach
die Hände zitterten merklich
die Arbeitsdisziplin hat sich merklich gebessert
sie war merklich erschrocken, gerührt
sie haben sich in den letzten Jahren kaum merklich verändert
Wir sind von den Moskitos nicht merklich (= nicht sehr) geplagt worden [TravenBaumwollpflücker62]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

merken · merklich · merkwürdig · Merkwürdigkeit · anmerken · Anmerkung · aufmerken · aufmerksam · Aufmerksamkeit · bemerken · Bemerkung · vermerken · Vermerk
merken Vb. ‘wahrnehmen, entdecken, spüren, mit dem Verstand auffassen und im Gedächtnis festhalten’, ahd. merken ‘bezeichnen, angeben, abgrenzen’ (11. Jh.), mhd. merken ‘beachten, beobachten, wahrnehmen, sich einprägen, mit einem Zeichen versehen’, asächs. merkian, mnd. mnl. nl. merken ‘markieren, bezeichnen, spüren’, anord. merkja ‘kenntlich machen, bezeichnen’, schwed. märka (germ. *markjan) sind abgeleitet von den unter ↗Marke f. (s. d.) angeführten neutralen Substantiven. Ebenfalls dazu sind gebildet ahd. markōn ‘begrenzen, kennzeichnen’ (um 800), asächs. markon ‘bestimmen, bemerken’, aengl. mearcian ‘bezeichnen’, engl. to mark, anord. marka ‘kennzeichnen, bekanntmachen, verstehen’. Als Ausgangsbedeutung ist anzusetzen ‘mit einem Zeichen versehen’, woraus ‘das Gekennzeichnete wahrnehmen und beachten’. merklich Adj. ‘deutlich, wahrnehmbar’, mhd. merklich ‘wohl zu beachten, bemerkbar, deutlich, bedeutend, wichtig’. merkwürdig Adj. ‘seltsam, verwunderlich’ (19. Jh.), ‘bemerkenswert, bedeutsam’ (17. Jh.); Merkwürdigkeit f. (18. Jh.). anmerken Vb. ‘eine (ergänzende) Bemerkung machen, anzeichnen, be-, vermerken’ (16. Jh.); vgl. ahd. anamerken (9./10. Jh.), mhd. anemerken ‘angrenzen’; Anmerkung f. ‘Vermerk, (kurze) Erläuterung’ (15. Jh.), auch ‘Fußnote’ (17. Jh.), nach lat. observātio ‘Wahrnehmung, Beobachtung’. aufmerken Vb. ‘seine Gedanken konzentriert auf etw. richten, aufpassen’ (15. Jh.); aufmerksam Adj. ‘gut aufpassend, konzentriert folgend, höflich’ (17. Jh.); Aufmerksamkeit f. (17. Jh.). bemerken Vb. ‘wahrnehmen, ergänzen, seine Meinung zu etw. äußern’, ahd. bimerken ‘aufzeichnen, kennzeichnen’ (11. Jh.), mhd. bemerken ‘beobachten, prüfen’; Bemerkung f. ‘kurze Meinungsäußerung zu etw., Wahrnehmung, Beobachtung’ (17. Jh.). vermerken Vb. ‘notieren, merken’, spätmhd. vermerken ‘(be)merken, gewahr werden’; Vermerk m. ‘Notiz, Eintragung’, älter ‘Bemerkung’ (17. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
bemerkbar · detektierbar · ↗erkennbar · merklich · ↗wahrnehmbar
Unterbegriffe
Antonyme
  • merklich
Synonymgruppe
erkennbar · merklich · ↗sichtlich · ↗spürbar  ●  ↗ersichtlich  geh., veraltet
Assoziationen
Synonymgruppe
augenfällig · ausgeprägt · ↗bezeichnend · ↗charakteristisch · ↗deutlich · ↗fühlbar · in großem Umfang · ↗markant · merklich · ↗prägnant · ↗signifikant · ↗spürbar · ↗stark
Unterbegriffe
  • (das) sieht ein Blinder mit dem Krückstock · (völlig) klarliegen (Fall) · ↗eindeutig · ↗evident · ↗glasklar · klar zutage liegen · mit den Händen zu greifen · offen zutage liegen · ↗offenkundig · ↗offensichtlich · ohne jeden Zweifel · völlig klar  ●  (klar) auf der Hand liegen  fig. · (ein) (ganz) klarer Fall  ugs. · (eine) (ganz) klare Kiste  ugs. · (es gibt) nichts zu diskutieren  ugs. · (so) klar wie eins und eins ist zwei  ugs. · klar wie Kloßbrühe  ugs. · klar wie Klärchen  ugs. · ↗manifest  geh., bildungssprachlich · ↗sonnenklar  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Abkühlung Abschwächung Belebung Beruhigung Beschleunigung Besserung Entspannung Nachlassen Nicken Qualitätseinbußen Rückgang Verlangsamung Zögern abebbt abfiel abflachen abflaute abgekühlten abkühlte abschwächt ansteigt aufhellt besserte entspannte kaum leerte nachließ verlangsamen zurückhält zusammenzuckt

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›merklich‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Hier herrschte eine merklich niedrigere Temperatur als in den Räumen davor.
Glavinic, Thomas: Die Arbeit der Nacht, München Wien: Carl Hanser Verlag 2006, S. 282
Angesichts der sehr guten finanziellen Ergebnisse der LH in den vergangenen Jahren fordern die Piloten nun eine merkliche Verbesserung ihrer Einkommen.
Die Welt, 28.03.2001
Dabei ist mit der wachsenden Zahl die Qualität merklich gesunken.
Der Tagesspiegel, 21.07.1996
Aber er war, zwar vorderhand noch nicht für jeden merklich, zweifellos düsterer geworden.
Heuß, Alfred: Hellas. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1962], S. 3591
Gegenüber diesen Fragen verblassen die herkömmlichen Probleme des Gebrauchs anderer Mittel in der P. merklich.
Goldammer, K.: Politik. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1961], S. 26641
Zitationshilfe
„merklich“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/merklich>, abgerufen am 26.05.2018.

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