Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

metallisch

Lesezeichen zitieren/teilen ausklappen
GrammatikAdjektiv
Aussprache 
Worttrennung me-tal-lisch
Wortzerlegung Metall -isch
Wortbildung  mit ›metallisch‹ als Letztglied: nicht metallisch · nichtmetallisch
Herkunft zu metallikósgriech (μεταλλικός) ‘zum Bergwerk, Bergbau gehörig’
eWDG

Bedeutungen

1.
die Eigenschaften eines Metalls besitzend
Beispiele:
metallische Rohstoffe, Werkstoffe
man verwendet dazu metallisches Natrium
die Herstellung metallischer Überzüge
2.
wie Metall, metallartig
Beispiele:
metallisch glänzende, schimmernde Augen, Haare
etw. hat einen metallischen Glanz
ein Gegenstand von metallischer Härte
übertragen hart, kräftig, energisch, scharf
Beispiele:
ein metallischer Klang
er hat eine metallische Stimme
etw. mit metallischer Schärfe sagen
ein metallisches Blau, Grau
das metallische Gerassel, Stampfen von Maschinen
etw. klingt, klirrt, dröhnt metallisch
Die metallischen Augen des Generals Clauß spähten aus schmalen Lidern hinüber [ A. ZweigEinsetzung155]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)
Metall · metallisch · Metallurg · Metallurgie
Metall n. Element oder Legierung mit hoher Leitfähigkeit und oft stark glänzend, allgemein (und in älterer Sprache) für im Bergbau gewonnenes, schmied- und gießbares Erz. Mhd. metalle, metele wird um 1300 (für ältere dt. Bezeichnungen s. Geschmeide) aus lat. metallum ‘Metall, Bergwerk’, griech. métallon (μέταλλον) ‘Mine, Grube, Bergwerk’, dann ‘Mineral, Metall’ entlehnt, das seinerseits möglicherweise arab. Herkunft ist; vgl. Lüling Zwei Aufsätze zur Religions- u. Geistesgesch. (1977) 9 ff. metallisch Adj. ‘wie Metall, aus Metall hergestellt’ (16. Jh.), lat. metallicus, griech. metallikós (μεταλλικός) ‘zum Bergwerk, Bergbau gehörig’. Metallurg m. ‘Fachmann der Metallkunde’ (19. Jh.), griech. metallūrgós (μεταλλουργός) ‘Bergwerksarbeiter’ (zur Bildungsweise s. Chirurg); dazu Metallurgie f. ‘Lehre von den Metallen, Hüttenkunde’ (19. Jh.); vgl. frz. métallurgie (17. Jh.).

Typische Verbindungen zu ›metallisch‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›metallisch‹.

Verwendungsbeispiele für ›metallisch‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Aber plötzlich hallt ein furchtbarer Lärm, ein metallisches Krachen, durch den Gang. [Die Zeit, 26.09.1997, Nr. 40]
Die fünf Gänge lassen sich mühelos schalten, nur das metallische Klicken ist gewöhnungsbedürftig. [Die Zeit, 05.11.2001, Nr. 45]
Eine metallische Lage dahinter reflektiert das Licht zusammen mit der abgelesenen Information. [Süddeutsche Zeitung, 23.12.2003]
Darum also hat der Chef heute ein so metallisches Grinsen. [Süddeutsche Zeitung, 23.02.1999]
Anschließend wird auf geeignete Weise ein metallischer Überzug von insbesondere Silber erzeugt. [Scheiber, Johannes: Chemie und Technologie der künstlichen Harze, Stuttgart: Wissenschaftl. Verl.-Ges. 1943, S. 406]
Zitationshilfe
„metallisch“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/metallisch>.

Weitere Informationen …

Diesen Artikel teilen:

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
metallic
Metalliclackierung
Metallindustrie
Metallisation
Metallisator
metallisieren
Metallismus
Metallkarosserie
Metallkeramik
Metallkitt

Worthäufigkeit

selten häufig

Wortverlaufskurve

Wortverlaufskurve 1600−1999
Wortverlaufskurve ab 1946

Geografische Verteilung

Bitte beachten Sie, dass diese Karten nicht redaktionell, sondern automatisch erstellt sind. Klicken Sie auf die Karte, um in der vergrößerten Ansicht mehr Details zu sehen.

Verteilung über Areale

Bitte beachten Sie, dass diese Karten nicht redaktionell, sondern automatisch erstellt sind. Klicken Sie auf die Karte, um in der vergrößerten Ansicht mehr Details zu sehen.

Weitere Wörterbücher

Belege in Korpora

Referenzkorpora

Metakorpora

Zeitungskorpora

Webkorpora

Spezialkorpora