metallisch

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungme-tal-lisch (computergeneriert)
HerkunftGriechisch
Wortbildung mit ›metallisch‹ als Letztglied: ↗nichtmetallisch
eWDG, 1974

Bedeutungen

1.
die Eigenschaften eines Metalls besitzend
Beispiele:
metallische Rohstoffe, Werkstoffe
man verwendet dazu metallisches Natrium
die Herstellung metallischer Überzüge
2.
wie Metall, metallartig
Beispiele:
metallisch glänzende, schimmernde Augen, Haare
etw. hat einen metallischen Glanz
ein Gegenstand von metallischer Härte
übertragen hart, kräftig, energisch, scharf
Beispiele:
ein metallischer Klang
er hat eine metallische Stimme
etw. mit metallischer Schärfe sagen
ein metallisches Blau, Grau
das metallische Gerassel, Stampfen von Maschinen
etw. klingt, klirrt, dröhnt metallisch
Die metallischen Augen des Generals Clauß spähten aus schmalen Lidern hinüber [A. ZweigEinsetzung155]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Metall · metallisch · Metallurg · Metallurgie
Metall n. Element oder Legierung mit hoher Leitfähigkeit und oft stark glänzend, allgemein (und in älterer Sprache) für im Bergbau gewonnenes, schmied- und gießbares Erz. Mhd. metalle, metele wird um 1300 (für ältere dt. Bezeichnungen s. ↗Geschmeide) aus lat. metallum ‘Metall, Bergwerk’, griech. métallon (μέταλλον) ‘Mine, Grube, Bergwerk’, dann ‘Mineral, Metall’ entlehnt, das seinerseits möglicherweise arab. Herkunft ist; vgl. Lüling Zwei Aufsätze zur Religions- u. Geistesgesch. (1977) 9 ff. metallisch Adj. ‘wie Metall, aus Metall hergestellt’ (16. Jh.), lat. metallicus, griech. metallikós (μεταλλικός) ‘zum Bergwerk, Bergbau gehörig’. Metallurg m. ‘Fachmann der Metallkunde’ (19. Jh.), griech. metallūrgós (μεταλλουργός) ‘Bergwerksarbeiter’ (zur Bildungsweise s. ↗Chirurg); dazu Metallurgie f. ‘Lehre von den Metallen, Hüttenkunde’ (19. Jh.); vgl. frz. métallurgie (17. Jh.).

Typische Verbindungen
computergeneriert

Dröhnen Hämmern Klacken Klappern Klicken Klirren Knirschen Krachen Legierung Leiterbahn Nanoröhrchen Natrium Quecksilber Quietschen Scheppern Sirren Supraleiter Timbre Werkstoff Werkstück Wertstoff glänzend halbleitend keramisch mineralisch nichtmetallisch scheppernd schimmernd spiegelnd Überzug

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›metallisch‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Sie ist aber damit fast doppelt so hoch wie bei anderen metallischen Verbindungen.
Der Tagesspiegel, 04.03.2001
Aber plötzlich hallt ein furchtbarer Lärm, ein metallisches Krachen, durch den Gang.
Die Zeit, 26.09.1997, Nr. 40
Anschließend wird auf geeignete Weise ein metallischer Überzug von insbesondere Silber erzeugt.
Scheiber, Johannes: Chemie und Technologie der künstlichen Harze, Stuttgart: Wissenschaftl. Verl.-Ges. 1943, S. 406
Der Rest von Herles Worten ging in einem metallischen Kreischen unter.
Hohlbein, Wolfgang: Das Druidentor, Stuttgart: Weitbrecht 1993, S. 201
In der Erde hörte man das dumpfe metallische Hämmern wie bei einer Zentralheizung.
Brief von Helmut Zschuppe vom 25.10.1916. In: Witkop, Philipp (Hg.), Kriegsbriefe gefallener Studenten, München: Müller 1928 [1916], S. 326
Zitationshilfe
„metallisch“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/metallisch>, abgerufen am 18.11.2019.

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