mimisch

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungmi-misch
HerkunftGriechisch
Wortbildung mit ›mimisch‹ als Erstglied: ↗Mimik
eWDG, 1974

Bedeutung

entsprechend der Bedeutung von Mimik
Beispiele:
die mimische Ausdruckskraft, Verwandlungskunst eines Schauspielers
etw. mimisch darstellen, vorführen
Ursprung und Wesen alles Theaters ist die mimische Stegreif-Produktion [Th. Mann11,38]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Mime · Mimik · mimisch · mimen
Mime m. ‘Schauspieler’, Entlehnung (18. Jh.) aus lat. mīmus ‘Schauspieler’ (auch ‘Schauspiel, Possenspiel’), griech. mī́mos (μῖμος), s. unten. Mime wird durch Schiller geläufig und ein gehobener Ausdruck neben leicht abschätzigem Komödiant. Mimik f. ‘Gebärden- und Mienenspiel’ (18. Jh.), Neubildung zu lat. mīmus, griech. mī́mos ‘Nachahmer, Schauspieler, ohne Masken gespielte (oft derbe) Szene des Alltagslebens, Possenspiel’ bzw. lat. mīmicus, griech. mīmikós (μιμικός) ‘schauspielerisch, possenhaft’ (daher auch ‘unanständig, unzüchtig’) nach dem Vorbild anderer Substantive auf -ik (aus lat. -ica für Substantivierungen fem. Adjektivformen); vielleicht in Anlehnung an (allerdings nur vereinzelt bezeugtes) lat. ars mīmica ‘Schauspielkunst’. mimisch Adj. ‘durch Gesichtsausdruck und Gebärden darstellend, schauspielerisch, die Mimik betreffend’ (18. Jh.). mimen Vb. ‘schauspielern’, verallgemeinert ‘etw. treiben, tun’ (19. Jh.), ‘sich den Anschein geben, vortäuschen’ (20. Jh.).

Thesaurus

Kunst
Synonymgruppe
darstellerisch · mimisch · ↗schauspielerisch
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Aufwand Ausdruck Ausdrucksform Ausdrucksfähigkeit Ausdruckskraft Begabung Darstellung Fähigkeit Gebärde Geste Können Minimalismus Muskel Muskulatur Reaktion Regung Repertoire Ritus Talent Tanz Verrenkung gestisch musikalisch pantomimisch sprachlich stimmlich szenisch tänzerisch verbal Übertreibung

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›mimisch‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Schon kleinste mimische Veränderungen führen zu einer anderen Interpretation des Gegenübers.
Süddeutsche Zeitung, 20.10.1994
Mehr war nicht drin in diesem Spiel der ungenutzten mimischen Möglichkeiten.
Die Welt, 20.01.2000
Einstweilen beruhigt setzt Sofie das Glas an den Mund und trinkt es in einem Zug aus, äußert sich nicht mal mimisch zur Qualität des Weins.
Krausser, Helmut: Eros, Köln: DuMont 2006, S. 207
Eine mehr oder weniger ausgeprägte mimische Darbietung durch die Sänger kann man ohnehin annehmen.
Schaal, Richard u. a.: Kantate. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1958], S. 40665
Die bewegungsmäßigen und mimischen Elemente des »vorgeistigen« Theaters integrieren sich mit Sprache und Musik als Kunstträger neu zum »totalen« Theater.
o. A.: O. In: Brockhaus-Riemann-Musiklexikon, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1989], S. 7360
Zitationshilfe
„mimisch“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/mimisch>, abgerufen am 21.08.2019.

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