Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

mimisch

Grammatik Adjektiv
Aussprache 
Worttrennung mi-misch
Wortzerlegung Mimik -isch
eWDG

Bedeutung

entsprechend der Bedeutung von Mimik
Beispiele:
die mimische Ausdruckskraft, Verwandlungskunst eines Schauspielers
etw. mimisch darstellen, vorführen
Ursprung und Wesen alles Theaters ist die mimische Stegreif‑Produktion [ Th. Mann11,38]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Mime · Mimik · mimisch · mimen
Mime m. ‘Schauspieler’, Entlehnung (18. Jh.) aus lat. mīmus ‘Schauspieler’ (auch ‘Schauspiel, Possenspiel’), griech. mī́mos (μῖμος), s. unten. Mime wird durch Schiller geläufig und ein gehobener Ausdruck neben leicht abschätzigem Komödiant. – Mimik f. ‘Gebärden- und Mienenspiel’ (18. Jh.), Neubildung zu lat. mīmus, griech. mī́mos ‘Nachahmer, Schauspieler, ohne Masken gespielte (oft derbe) Szene des Alltagslebens, Possenspiel’ bzw. lat. mīmicus, griech. mīmikós (μιμικός) ‘schauspielerisch, possenhaft’ (daher auch ‘unanständig, unzüchtig’) nach dem Vorbild anderer Substantive auf -ik (aus lat. -ica für Substantivierungen fem. Adjektivformen); vielleicht in Anlehnung an (allerdings nur vereinzelt bezeugtes) lat. ars mīmica ‘Schauspielkunst’. mimisch Adj. ‘durch Gesichtsausdruck und Gebärden darstellend, schauspielerisch, die Mimik betreffend’ (18. Jh.). mimen Vb. ‘schauspielern’, verallgemeinert ‘etw. treiben, tun’ (19. Jh.), ‘sich den Anschein geben, vortäuschen’ (20. Jh.).

Thesaurus

Kunst
Synonymgruppe
Assoziationen
Synonymgruppe
(nur) mit Gesten · gestisch · mimisch · ohne Worte · pantomimisch

Typische Verbindungen zu ›mimisch‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›mimisch‹.

Verwendungsbeispiele für ›mimisch‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Schon kleinste mimische Veränderungen führen zu einer anderen Interpretation des Gegenübers. [Süddeutsche Zeitung, 20.10.1994]
Ihre Augen sahen noch, aber für den Ausdruck von etwas war die muskulöse, damit mimische Umgebung zu schwach. [Die Zeit, 15.08.1975, Nr. 34]
Man stellte ihn auf einen Tisch, und dann verzauberte er mit seinen Liedern und mimischen Talenten jedermann. [Die Zeit, 22.12.1967, Nr. 51]
Einstweilen beruhigt setzt Sofie das Glas an den Mund und trinkt es in einem Zug aus, äußert sich nicht mal mimisch zur Qualität des Weins. [Krausser, Helmut: Eros, Köln: DuMont 2006, S. 207]
Eine mehr oder weniger ausgeprägte mimische Darbietung durch die Sänger kann man ohnehin annehmen. [Schaal, Richard u. a.: Kantate. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1958], S. 40665]
Zitationshilfe
„mimisch“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/mimisch>.

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