minimal

GrammatikAdjektiv
Worttrennungmi-ni-mal
HerkunftLatein
Wortbildung mit ›minimal‹ als Erstglied: ↗Minimalartikel · ↗Minimaleinkommen · ↗Minimalforderung · ↗Minimalkonsens · ↗Minimalpreis · ↗Minimalprogramm · ↗minimalisieren
eWDG, 1974

Bedeutungen

1.
geringfügig, unbedeutend
Beispiele:
eine minimale Temperaturschwankung
zwischen beiden Sorten besteht nur ein minimaler Qualitätsunterschied
die Beteiligung war minimal (= sehr gering)
vor meinen Augen verschwimmen alle Unterschiede, sie werden mir zu minimal [EhrensteininÖsterr. Erzähler1,152]
2.
mindest, kleinstmöglich
Gegenwort zu maximal
Beispiele:
bei minimalem Aufwand den größtmöglichen Effekt erreichen
er erfüllt nicht die minimalsten Anforderungen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Minimum · minimal
Minimum n. ‘das Kleinste, Mindeste’ (an Wert, Größe, Maß und dgl.), ‘Geringfügigkeit’, Übernahme (18. Jh.) von lat. minimum ‘das Kleinste, Geringste’, Substantivierung der neutralen Form von lat. minimus Adj. ‘kleinster, geringster’, Superlativ zum Komparativ lat. minor (s. ↗minus). Dazu minimal Adj. ‘sehr klein, winzig, geringfügig’ (19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
fast nichts · ↗gering · ↗karg · kaum etwas · minimal · ↗rar · sehr wenig  ●  minim  schweiz.
Synonymgruppe
min. · ↗mindestens · minimal · nicht unter · ↗wenigstens  ●  ↗Minimum  ugs.
Assoziationen
  • (das ist) das Mindeste (was man erwarten kann) · (so viel) ist sich jemand schuldig · darunter tut es (jemand) nicht

Typische Verbindungen
computergeneriert

Abschreckung Abweichung Aufstiegschance Aufwand Chance Eingriff Energieaufwand Erfolgschance Gewinnspanne Kraftaufwand Kursdifferenz Platzbedarf Prozentsatz Restrisiko Schwankung Sichtfeld Spielraum Titelchance Unterschied Variation Verbesserunge Verschiebung Vorsprung Zeitaufwand Zugeständnis allenfalls invasiv maximal nur Überlebenschance

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›minimal‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Diese Technik ermöglicht es, hochfeste Stähle mit minimaler Legierung herzustellen.
Die Welt, 18.11.2004
Vor fünf Jahren hatte das Vorhaben mit einer minimalen Ausrüstung von vier Computern begonnen.
Der Tagesspiegel, 25.06.1998
Nach Jahren des Stillhaltens habe sie sich nun zu einer minimalen Tat entschlossen.
Becker, Jurek: Amanda herzlos, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1993 [1992], S. 228
Das ökologische System verändert sich, minimal, aber es verändert sich.
Heller, Gisela: Märkischer Bilderbogen, Berlin: Berlin Verlag der Nation 1978, S. 69
Sie blieben allerdings minimal und resultieren allein aus den Zwängen des anderen Genres.
Zwerenz, Gerhard: Die Ehe der Maria Braun, München: Goldmann 1979, S. 183
Zitationshilfe
„minimal“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/minimal>, abgerufen am 20.05.2019.

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