Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

minimal

Grammatik Adjektiv
Worttrennung mi-ni-mal
Wortzerlegung Minimum -al
Häufige Falschschreibung minnimal
Wortbildung  mit ›minimal‹ als Erstglied: Minimalartikel · Minimalbetrag · Minimaleinkommen · Minimalforderung · Minimalismus · Minimalist · Minimalkonsens · Minimalpaar · Minimalpreis · Minimalprogramm · Minimalstandard · Minimaltarif · Minimalwert · Minimalziel · minimalisieren
eWDG

Bedeutungen

1.
geringfügig, unbedeutend
Beispiele:
eine minimale Temperaturschwankung
zwischen beiden Sorten besteht nur ein minimaler Qualitätsunterschied
die Beteiligung war minimal (= sehr gering)
vor meinen Augen verschwimmen alle Unterschiede, sie werden mir zu minimal [ Ehrensteinin: Österr. Erzähler1,152]
2.
mindest, kleinstmöglich
in gegensätzlicher Bedeutung zu maximal
Beispiele:
bei minimalem Aufwand den größtmöglichen Effekt erreichen
er erfüllt nicht die minimalsten Anforderungen
Dieses Wort ist Teil des Wortschatzes für das Goethe-Zertifikat B1.
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Minimum · minimal
Minimum n. ‘das Kleinste, Mindeste’ (an Wert, Größe, Maß und dgl.), ‘Geringfügigkeit’, Übernahme (18. Jh.) von lat. minimum ‘das Kleinste, Geringste’, Substantivierung der neutralen Form von lat. minimus Adj. ‘kleinster, geringster’, Superlativ zum Komparativ lat. minor (s. minus). Dazu minimal Adj. ‘sehr klein, winzig, geringfügig’ (19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
min. · mindestens · minimal · nicht unter · wenigstens  ●  Minimum  ugs.
Assoziationen
  • (das ist) das Mindeste (was man erwarten kann) · (so viel) ist sich jemand schuldig · darunter tut es (jemand) nicht
Synonymgruppe
(sehr) karg · (äußerst) kärglich · Niedrigst... · minimal · niedrigst · sehr gering  ●  minim  schweiz. · sehr niedrig  Hauptform
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›minimal‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›minimal‹.

Verwendungsbeispiele für ›minimal‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Nach Jahren des Stillhaltens habe sie sich nun zu einer minimalen Tat entschlossen. [Becker, Jurek: Amanda herzlos, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1993 [1992], S. 228]
Das ökologische System verändert sich, minimal, aber es verändert sich. [Heller, Gisela: Märkischer Bilderbogen, Berlin: Berlin Verlag der Nation 1978, S. 69]
So kann die Bearbeitung der Daten mit minimalem Overhead erfolgen. [C’t, 2000, Nr. 17]
Die neue Version unterscheidet sich von der bisherigen in zwei minimalen Änderungen der Oberfläche. [C’t, 1999, Nr. 24]
Die Zeit zum Laden des Indexes ändert sich dagegen nur minimal. [C’t, 1998, Nr. 25]
Zitationshilfe
„minimal“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/minimal>.

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