mir

GrammatikPronomen
Aussprache
Grundformich
eWDG, 1974

Bedeutungen

1.
entsprechend der Bedeutung von ich
2.
steht nur bei Verben, die außerdem einen Akkusativ haben
Beispiele:
ich suche mir ein Buch aus
ich nehme mir ein Stück Kuchen
ich holte mir ein Glas Wasser
demnächst werde ich mir einen neuen Mantel kaufen
das Reflexivpronomen könnte wegfallen, es gibt aber dem Satz einen persönlichen Charakter
Beispiele:
ich sah mir den neuen Film an
ich hörte mir seine Vorschläge an
ich habe mir gedacht, dass es besser wäre, wenn ...
in fester Verbindung mit dem Verb
Beispiele:
ich bilde mir ein, dass ...
das verbitte ich mir!
darf ich mir eine Frage erlauben?
ich behalte mir weitere Schritte vor
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

mir Pers.pron. der 1. Person im Dativ des Singulars. An den Pronominalstamm der 1. Pers. ie. *me- (vgl. aind. máhyam, , griech. emó͞i, moi, ἐμοί, μοι, lat. mihī ‘mir’; s. ↗mein, ↗mich) wird im Germ. im Dativ ein -z (d. h. stimmhaftes -s) unsicherer Herkunft angefügt, so daß von germ. *mez, *miz auszugehen ist. Daraus entstehen got. mis, (mit -r aus germ. -z) ahd. mhd. mir, anord. (mit Dehnung vor urnord. ) mēr, (mit Abfall von -z in unbetonter Stellung) asächs. mi, aengl. me, (in betonter Stellung gedehnt asächs. , aengl. ), mnd. , mnl. mi, nl. me bzw. mij.
Zitationshilfe
„mir“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/mir>, abgerufen am 17.10.2019.

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