misstönend

GrammatikAdjektiv
Worttrennungmiss-tö-nend
Wortzerlegungmiss-tönend
Ungültige Schreibungmißtönend
Rechtschreibregeln§ 2
eWDG, 1974

Bedeutung

hässlich tönend, unharmonisch
Beispiele:
misstönender Gesang, Stimmen
misstönend lachen, aufkreischen
Irgendwo sang eine Stimme mißtönend [Wasserm.Wahnschaffe2,59]

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Das waren Stürme, verglichen zu den heute dort mißtönenden Lüftchen.
Die Welt, 26.04.2006
Das Blech klaffte, klapperte haltlos, gab weißen und roten Lack auf, rostete und hing mir mißtönend vor dem Bauch.
Grass, Günter: Die Blechtrommel, Darmstadt: Luchterhand 1959, S. 246
Er rührt an den tiefen Orgelton amerikanischer Begeisterungsfähigkeit, und es klingt seinen Gegnern misstönend im Ohr.
Süddeutsche Zeitung, 18.02.2000
Wir vernehmen von Zeit zu Zeit dann auch noch mißtönende Laute, natürlich aus der Heimat.
Brief von Alfred Vaeth vom 12.09.1915. In: Witkop, Philipp (Hg.), Kriegsbriefe gefallener Studenten, München: Müller 1928 [1915], S. 125
Neben der feinen Ironie des heiligen Bernhard hören wir aber auch mißtönende Stimmen.
Curtius, Ernst Robert: Europäische Literatur und lateinisches Mittelalter, Tübingen: Francke 1993 [1948], S. 125
Zitationshilfe
„misstönend“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/misstönend>, abgerufen am 19.09.2019.

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