mogeln

Grammatik Verb
Aussprache  [ˈmoːgl̩n]
Worttrennung mo-geln
Wortbildung  mit ›mogeln‹ als Erstglied: ↗Mogelei · ↗Mogler  ·  mit ›mogeln‹ als Letztglied: ↗durchmogeln · ↗hinwegmogeln · ↗vorbeimogeln
eWDG

Bedeutung

umgangssprachlich beim Kartenspiel, in kleinen Dingen ein bisschen betrügen, schwindeln
Beispiele:
er mogelt beim Skat
wir spielen nicht weiter, wenn du mogelst
der Schüler hat bei der Klassenarbeit gemogelt
sie mogelte ein paar angefaulte Äpfel zwischen die guten
Er mogelt ... In der Flasche ist Sirup! [ U. BecherMänner166]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

mogeln Vb. ‘unlautere Kniffe anwenden, kleine Schwindeleien begehen, Schmu machen’, im 18. Jh. in der Studentensprache belegt, danach allgemein umgangssprachlich. Die Etymologie ist nicht geklärt. Vielleicht ist das Verb als eine Variante von mundartlichem maucheln ‘heimlich und hinterlistig handeln, betrügen’ (16. Jh.) anzusehen (s. ↗meucheln).

Thesaurus

Synonymgruppe
abgucken · ↗abkupfern · ↗abschreiben · ↗kiebitzen · mogeln · ↗schummeln  ●  abbimsen  ugs., regional · ↗abschmieren  derb · abspicken  ugs. · ↗spicken  ugs. · spinxen  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
(ein) falsches Spiel spielen · (es) mit der Wahrheit nicht so genau nehmen · (etwas) wahrheitswidrig behaupten · (etwas) wider besseres Wissen behaupten · ↗betrügen · die Unwahrheit sagen · ↗hochstapeln · ↗schwindeln  ●  ↗lügen  Hauptform · mit gespaltener Zunge sprechen  fig. · ↗cheaten  ugs. · es nicht so mit der Wahrheit haben  ugs. · ↗flunkern  ugs. · krücken  ugs., regional · mogeln  ugs.
Oberbegriffe
Unterbegriffe
  • (ein) notorischer Lügner (sein) · (jemand) lügt, wenn er den Mund aufmacht · lügen ohne rot zu werden  ●  (so) lügen, wie andere Leute atmen  selten · mit jedem Atemzug lügen  fig. · mit jedem Wort lügen  fig. · (jemand) lügt schneller, als ein Pferd laufen kann  ugs. · andauernd lügen  ugs., variabel
  • Märchen erzählen · das Blaue vom Himmel herunterlügen · lügen wie gedruckt · lügen, dass sich die Balken biegen  ●  (jemandem) die Hucke volllügen  ugs., regional
  • (jemandem etwas) vorlügen · (jemandem etwas) weismachen wollen · (jemandem etwas) weiszumachen versuchen · (jemandem) einen Bären aufbinden (wollen) · (jemandem) nicht die Wahrheit sagen · ↗(jemanden) anlügen · ↗(jemanden) anschwindeln · ↗(jemanden) belügen · ↗(jemanden) beschwindeln · ↗(jemanden) betrügen  ●  (jemandem etwas) auftischen (wollen)  fig. · (jemandem) Lügen auftischen  variabel · (jemandem) eine Lüge auftischen  variabel · (jemandem) einen vom Pferd erzählen  ugs. · (jemanden) anmogeln  ugs. · ↗(jemanden) anschummeln  ugs. · ↗(jemanden) bemogeln  ugs. · ↗(jemanden) beschummeln  ugs. · ↗(jemanden) verkohlen  ugs. · ↗(jemanden) verschaukeln  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
mogeln · ↗schummeln · ↗schwindeln · ↗tricksen · ↗täuschen  ●  Schmu machen  ugs. · ↗kungeln  ugs., regional · ↗mauscheln  ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›mogeln‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›mogeln‹.

Verwendungsbeispiele für ›mogeln‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Trotzdem hat er sich schon am ersten Abend in mein Bett gemogelt.
Bild, 14.02.2003
Rost mogelt sich an vielen Ecken durch die frische dicke weiße Farbe.
Süddeutsche Zeitung, 13.09.1994
Also mogele ich das gute Stück irgendwie in eine Ecke.
Die Zeit, 15.12.1989, Nr. 51
Er liebe die Beratungen vor Ort, da könne keiner mogeln.
Scherzer, Landolf: Der Erste, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2001 [1988], S. 63
Da kann nicht mehr gemogelt werden, gebogen und gerüttelt wie beim Dichten.
Kreuder, Ernst: Die Gesellschaft vom Dachboden, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1978 [1946], S. 19
Zitationshilfe
„mogeln“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/mogeln>, abgerufen am 21.01.2021.

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