mollig
GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungmol-lig
eWDG, 1974

Bedeutung

umgangssprachlich
1.
angenehm warm
Beispiele:
ein molliger Pullover, Pelzkragen, molliges Mantelfutter
eine mollige Wärme, Stube
im Zimmer, Bett ist es mollig (warm)
dieses Strickkleid hält mollig warm
das Kind sitzt mollig eingewickelt im Schlitten
2.
rundlich, vollschlank
Beispiele:
eine mollige Dame
ein molliger Säugling
das Mädchen hat eine mollige Figur
das Baby hat mollige Händchen
bequeme, passende Kleidung für die Molligen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

mollig Adj. ‘weich, rundlich, behaglich, warm’ (19. Jh.), älter mollicht ‘weich (anzufühlen), locker’ (16. Jh.). Wahrscheinlich ist anzuknüpfen an ahd. mol(a)wēn ‘weich werden, faulen’ (9. Jh.), mhd. molwic ‘weich’ (14. Jh.), wozu auch mundartliche Formen wie nd. molig ‘weich, mürbe’, mollig ‘mürbe, bröcklig, krümelig’ gehören, die sich mit lat. mollis ‘beweglich, biegsam, geschmeidig, weich’ auf die unter ↗mahlen (s. d.) genannte Wurzel zurückführen lassen. Da das Adjektiv im 19. Jh. in der Studentensprache üblich ist und sich von dorther verbreitet, mag das alte Mundartwort durch Anlehnung an lat. mollis belebt worden sein.

Thesaurus

Synonymgruppe
dicklich · ↗drall · ↗mopsig · ↗prall · ↗rundlich  ●  ↗moppelig  ugs. · ↗pummelig  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
beleibt · dick und fett (verstärkend) · ↗dickbäuchig · ↗dickleibig · ↗drall · ↗feist · ↗fettleibig · ↗füllig · ↗korpulent · ↗kugelrund · ↗schmerbäuchig · ↗wohlbeleibt · ↗wohlgenährt · über Normalgewicht · ↗übergewichtig · ↗üppig  ●  ↗dick  Hauptform · ↗stark  verhüllend · ↗stattlich  verhüllend · ↗vollschlank  verhüllend · ↗wohlgerundet  verhüllend · (etwas) auf den Rippen haben  ugs., variabel · ↗adipös  fachspr., medizinisch · aus der Form geraten  ugs. · ↗fett  derb · gut gepolstert  ugs., ironisch · ↗wampert  ugs., bair.
Assoziationen
Antonyme
Synonymgruppe
angenehm warm · ↗kuschelig (warm) · mollig warm · ↗wohlig · wohlig warm  ●  lecker warm  ugs., rheinisch · muckelig  ugs., regional
Assoziationen
DWDS-Wortprofil

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bett Blondine Damen Frauen Models Mädchen Wärme dicke warmen weiche

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›mollig‹.

DWDS-Beispielextraktor

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Zum Start des Unternehmens war es jedoch erst einmal noch mollig.
Die Zeit, 20.11.2013 (online)
Besonders bei der molligen Frau wirkt das etwas gewaltsam, macht älter.
Bild, 18.06.1998
Draußen regnet es, aber hier in der Stube ist es mollig warm.
Brief von Ernst G. an Irene G. vom 09.02.1945, Feldpost-Archive mkb-fp-0270
Zum Schlafen suchen wir uns in den trockenen Heuscheunen einen molligen Winkel.
Dominik, Hans: John Workmann der Zeitungsboy, Biberach an d. Riss: Koehler 1954 [1925], S. 150
Er ist ein dicker, molliger Junge, erst achtundzwanzig, mit siebzehn in den Bau gekommen.
Fallada, Hans: Wer einmal aus dem Blechnapf frißt - Bd. 1, Berlin u. a.: Aufbau-Verl. 1990 [1934], S. 26
Zitationshilfe
„mollig“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/mollig>, abgerufen am 21.11.2017.

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