mondän

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungmon-dän (computergeneriert)
HerkunftFranzösisch
Wortbildung mit ›mondän‹ als Letztglied: ↗hypermondän
eWDG, 1974

Bedeutung

(ausschließlich) auf eine modisch elegante Erscheinung (und Lebensführung) bedacht, auffallend elegant
Beispiele:
sie wirkt sehr mondän, ist sehr mondän gekleidet, hat einen Stich ins Mondäne, ist eine Mondäne
ein Treffpunkt der mondänen Welt
diese elegante, mondäne, jeder vulgären Tätigkeit abholde Müßiggängerin [R. BartschGeliebt459]
Die mondäne Welt war anwesend, die Finanzwelt, die Filmwelt [DürrenmattBesuchIII]
von einem (reichen, müßiggängerischen) sehr eleganten Publikum besucht
Beispiel:
ein mondäner Kurort, Wintersportplatz
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

mondän Adj. ‘auffallend elegant, im (oft vermeintlichen) Stil der großen Welt’. Afrz. frz. mondain ‘weltlich’ (im Gegensatz zu ‘geistlich, kirchlich’) geht auf lat. mundānus ‘zur Welt gehörig, weltlich’ zurück, eine Ableitung von lat. mundus ‘Welt, Weltall’. Das frz. Adjektiv entwickelt den Sinn ‘der Welt zugewandt’. Die Substantivierung frz. mondain m. wird um 1800 ins Dt. übernommen und mit ‘Weltlichgesinnter, Weltkind’ wiedergegeben. Um 1900 begegnet auch frz. mondaine f. (verhüllend für) ‘Halbweltdame’ im Dt. Erst im 20. Jh. wird das Adjektiv frz. mondain, nunmehr im Sinne von ‘weltgewandt, weltmännisch’, entlehnt und nimmt, in der Schreibweise eingedeutscht zu mondän, die oben genannte Bedeutung an.

Thesaurus

Synonymgruppe
elegant · ↗exklusiv · ↗extravagant · ↗fein · mondän · ↗nobel · ↗vornehm
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Allüre Ambiente Anstrich Aufmachung Badebetrieb Baden-Baden Badeort Chic Einkaufsstraße Etablissement Ferienort Flair Kurbad Kurbetrieb Kurort Kurstadt Küstenort Lebensstil Nachtclub Ostseebad Seebad Skiort Sommerfrische Strandleben Vamp Vergnügung Weltbad Wintersportort Yachthafen Öko

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›mondän‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wahrhaft mondän ist es in solchen Zeiten, zuhause zu bleiben.
Süddeutsche Zeitung, 30.10.2002
Aber kürzlich waren wir zusammen auf einer sehr mondänen Party.
Die Zeit, 30.11.1962, Nr. 48
Er meint, wenn er das nicht vollbrächte, dann sei er kein mondäner Lord.
Tucholsky, Kurt: Der verrutschte Hut. In: Kurt Tucholsky, Werke - Briefe - Materialien, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1929]
Aber auch die mondänen Salons sowie die Salons der Musiker spielten ab 1830 eine wichtige Rolle.
Bente, Martin u. a.: Paris. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1962], S. 33842
Nicht der leiseste mondäne Schimmer liegt am Morgen zwischen acht und zehn über den Räumen des großen Hotels.
Baum, Vicky: Menschen im Hotel, München: Droemersche Verlagsanstalt 1956 [1929], S. 51
Zitationshilfe
„mondän“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/mondän>, abgerufen am 16.11.2018.

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