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mondän

Grammatik Adjektiv
Aussprache 
Worttrennung mon-dän
Wortbildung  mit ›mondän‹ als Letztglied: hypermondän
Herkunft aus mondainfrz ‘weltgewandt, weltmännisch’
eWDG

Bedeutung

(ausschließlich) auf eine modisch elegante Erscheinung (und Lebensführung) bedacht, auffallend elegant
Beispiele:
sie wirkt sehr mondän, ist sehr mondän gekleidet, hat einen Stich ins Mondäne, ist eine Mondäne
ein Treffpunkt der mondänen Welt
diese elegante, mondäne, jeder vulgären Tätigkeit abholde Müßiggängerin [ R. BartschGeliebt459]
Die mondäne Welt war anwesend, die Finanzwelt, die Filmwelt [ DürrenmattBesuchIII]
von einem (reichen, müßiggängerischen) sehr eleganten Publikum besucht
Beispiel:
ein mondäner Kurort, Wintersportplatz
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

mondän Adj. ‘auffallend elegant, im (oft vermeintlichen) Stil der großen Welt’. Afrz. frz. mondain ‘weltlich’ (im Gegensatz zu ‘geistlich, kirchlich’) geht auf lat. mundānus ‘zur Welt gehörig, weltlich’ zurück, eine Ableitung von lat. mundus ‘Welt, Weltall’. Das frz. Adjektiv entwickelt den Sinn ‘der Welt zugewandt’. Die Substantivierung frz. mondain m. wird um 1800 ins Dt. übernommen und mit ‘Weltlichgesinnter, Weltkind’ wiedergegeben. Um 1900 begegnet auch frz. mondaine f. (verhüllend für) ‘Halbweltdame’ im Dt. Erst im 20. Jh. wird das Adjektiv frz. mondain, nunmehr im Sinne von ‘weltgewandt, weltmännisch’, entlehnt und nimmt, in der Schreibweise eingedeutscht zu mondän, die oben genannte Bedeutung an.

Thesaurus

Synonymgruppe
elegant · exklusiv · extravagant · fein · mondän · nobel · vornehm
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›mondän‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›mondän‹.

Verwendungsbeispiele für ›mondän‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Er meint, wenn er das nicht vollbrächte, dann sei er kein mondäner Lord. [Tucholsky, Kurt: Der verrutschte Hut. In: Kurt Tucholsky, Werke – Briefe – Materialien, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1929]]
Aber kürzlich waren wir zusammen auf einer sehr mondänen Party. [Die Zeit, 30.11.1962, Nr. 48]
Wahrhaft mondän ist es in solchen Zeiten, zuhause zu bleiben. [Süddeutsche Zeitung, 30.10.2002]
Darin trägt die mondäne Mutter des liebenswert altmodischen Helden einen ganz ähnlichen Hut. [Süddeutsche Zeitung, 14.08.2002]
Aber an mondänen Orten sollte man ja nie auf die Preise achten. [Der Tagesspiegel, 17.07.2001]
Zitationshilfe
„mondän“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/mond%C3%A4n>.

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