monoton

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungmo-no-ton (computergeneriert)
HerkunftGriechisch
Wortbildung mit ›monoton‹ als Grundform: ↗Monotonie
eWDG, 1974

Bedeutung

eintönig, gleichförmig
Beispiele:
ein monotones Geräusch
das monotone Rauschen des Meeres, der Brandung
die monotone Sprechweise des Vortragenden
etw. mit monotoner Stimme, monoton vortragen, vorlesen
etw. klingt monoton
eine monotone Arbeit verrichten
das monotone Einerlei des Alltags
die Fassaden dieses Häuserblocks wirken monoton
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

monoton · Monotonie
monoton Adj. ‘eintönig, ein-, gleichförmig’ von Klängen (18. Jh.), dann allgemein ‘ohne Abwechslung’ (19. Jh.); anfangs auch monotonisch. Übernahme von gleichbed. frz. monotone, entlehnt aus spätlat. monotonus, griech. monótonos (μονότονος) ‘eintönig, von einerlei Ton in Stimme, Gesang, Musik’; vgl. griech. tónos (τόνος) (s. ↗Ton) und s. ↗mono-. Monotonie f. ‘Eintönigkeit, Gleichförmigkeit’ (18. Jh.), frz. monotonie, griech. monotonía (μονοτονία).

Thesaurus

Synonymgruppe
blass · ↗dröge · ↗eintönig · ↗fade · ↗farblos · ↗geisttötend · ↗grau · grau in grau · kontrastarm · ↗langatmig · ↗langweilig · monoton · ↗reizlos · ↗schal · ↗schnöde · ↗spannungsarm · ↗stupid · ↗stupide · ↗trist · ↗trostlos · wenig aufregend · ↗öd · ↗öde  ●  ↗fad  ugs. · ↗trocken  ugs.
Assoziationen
Antonyme
  • monoton
Synonymgruppe
(sich dauernd) wiederholend · (sich) endlos wiederholend · (sich) unablässig wiederholend · ↗gebetsmühlenartig · gleichklingend · gleichtönend · immer wiederkehrend · in nicht enden-wollendem Gleichklang · in nicht enden-wollender Stereotypie · monoton · nicht enden-wollend · ↗penetrant · ↗repetitiv · ↗ständig · ↗unablässig · ↗unaufhörlich  ●  ↗ostinato (Musik)  ital. · ↗iterativ  fachspr. · mantrahaft  ugs. · ↗rekurrent  fachspr.
Assoziationen
Synonymgruppe
eintönig · ↗geisttötend · ↗gleichförmig · ↗langweilig · monoton · ohne Abwechslung · ↗stumpfsinnig · ↗stupide  ●  ↗einfältig  geh., selten · ↗tumb  geh.
Assoziationen
  • (geistig) beschränkt · ↗(geistig) minderbemittelt · ↗blöd · ↗blöde · ↗dämlich · geistig nicht (mehr) auf der Höhe · ↗idiotisch · ↗irrsinnig · keinen Grips im Kopf (haben) · nicht besonders helle · nicht gerade helle · ↗schwachköpfig · ↗stockdumm · ↗strohdumm · ↗stupid · ↗stupide · unintelligent · weiß nicht (mehr), was er sagt · weiß nicht (mehr), was er tut  ●  Stroh im Kopf (haben)  fig. · ↗dumm  Hauptform · ↗talentfrei  ironisch · (das) Pulver nicht erfunden haben  ugs. · (die) Weisheit nicht mit Löffeln gegessen haben  ugs. · (die) Weisheit nicht mit dem Schöpflöffel gegessen haben  ugs. · (ein) Spatzenhirn haben  ugs. · (jemandem) haben sie ins Gehirn geschissen  derb · (so dumm) dich beißen doch die Schweine im Galopp  ugs., Spruch · (so) dumm wie 10 Meter Feldweg  ugs. · (so) dumm wie Bohnenstroh  ugs. · (so) dumm, dass ihn die Gänse beißen  ugs. · (so) dumm, dass ihn die Schweine beißen  ugs. · (total) Banane (sein)  ugs. · (voll) panne  ugs. · ballaballa  ugs. · ↗bedeppert  ugs. · ↗behämmert  ugs. · ↗bekloppt  ugs. · ↗beknackt  ugs. · ↗belämmert  ugs. · ↗bescheuert  ugs. · beschruppt  ugs. · besemmelt  ugs. · ↗bestusst  ugs. · birnig  ugs. · ↗deppert  ugs., süddt. · ↗doof  ugs. · dumm wie Brot  ugs. · dumm wie Schifferscheiße  derb · dümmer als die Polizei erlaubt  ugs. · ↗gehirnamputiert  derb · ↗grenzdebil  derb · hirnig  ugs. · ↗hohl  ugs. · ↗merkbefreit  ugs. · naturblöd  ugs. · nicht (ganz) bei Trost  ugs. · nicht bis drei zählen können  ugs. · nicht ganz dicht  ugs. · ↗saublöd  ugs. · ↗saudoof  ugs. · ↗saudumm  ugs. · selten dämlich (Verstärkung)  ugs. · strunzdoof  ugs. · ↗strunzdumm  ugs. · strunzendumm  ugs. · unterbelichtet  ugs. · von allen guten Geistern verlassen  ugs.
  • (sich) nie verändernd · immer gleich · ↗immergleich
  • (jemanden) anöden · ↗(jemanden) ermüden · ↗(jemanden) langweilen · Langeweile erzeugen (bei)  ●  (sich) zu Tode langweilen  übertreibend, fig. · ↗(sich) öden  ugs. · vor Langeweile sterben  ugs., übertreibend, fig.
  • (jetzt) fang nicht (schon) wieder damit an  ugs. · leg mal 'ne andere Platte auf  ugs., Spruch · man kann's (bald) nicht mehr hören  ugs., variabel

Typische Verbindungen
computergeneriert

Arbeitsablauf Beat Brummen Dröhnen Frauenstimme Gemurmel Geräusch Gesang Gleichklang Klicken Litanei Rattern Rauschen Redefluß Regelmäßigkeit Reihung Rhythmus Schlagen Singsang Sprechgesang Stakkato Stampfen Summen Surren Wiederholung ermüdend herunterleiern hämmernd stampfend stumpfsinnig

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›monoton‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Andere Tätigkeiten wiederum fand sie zu monoton, etwa fünf Stunden Gläser zu polieren.
Süddeutsche Zeitung, 15.11.2000
Das Versuchstier reagiert auf den monotonen Reiz in analoger Weise wie auf den - zeitlich gegliederten - Reizkomplex.
Foppa, Klaus: Lernen, Gedächtnis, Verhalten, Köln u. a.: Kiepenheuer & Witsch 1965, S. 31
Mal bezeichnen wir sie als kitschig, mal wird sie raffiniert, mal monoton.
Die Zeit, 10.08.1962, Nr. 32
Der Winter war dann freilich ziemlich monoton in unserem ländlichen Nest.
Suttner, Bertha von: Autobiographie. In: Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1909], S. 7878
Er sang in monotonen Rhythmen und betonte aufdringlich die Reime.
Ganghofer, Ludwig: Lebenslauf eines Optimisten. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1911], S. 26220
Zitationshilfe
„monoton“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/monoton>, abgerufen am 20.09.2019.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
monothematisch
Monotheletismus
monotheistisch
Monotheist
Monotheismus
Monotonie
Monotonometer
Monotrema
monotrop
Monotropie