Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

monumental

Grammatik Adjektiv · Komparativ: monumentaler · Superlativ: am monumentalsten
Aussprache  [monumɛnˈtaːl]
Worttrennung mo-nu-men-tal
Wortzerlegung Monument -al
Wortbildung  mit ›monumental‹ als Erstglied: Monumentalbau · Monumentalfilm · Monumentalgemälde · Monumentalismus · Monumentalkunst · Monumentalkunstwerk · Monumentalplastik · Monumentalwerk
 ·  mit ›monumental‹ als Grundform: Monumentalität
Herkunft vgl. gleichbedeutend monumentalfrz, monumentālislat ‘als Merkzeichen dienend’
eWDG

Bedeutung

in großen Dimensionen gehalten, eindrucksvoll, gewaltig
Beispiele:
ein monumentales Bauwerk, Grabmal
ein Bau von monumentaler Einfachheit, Strenge, Geschlossenheit
ein Werk von monumentaler Größe, Erhabenheit
eine monumentale Leistung
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Monument · monumental
Monument n. ‘Denkmal’, im 16. Jh. aus lat. monumentum ‘Erinnerungszeichen, Mahnmal, Grabmal, Erkennungszeichen, Urkunde’ entlehnt (zu lat. monēre ‘erinnern, auffordern’, verwandt mit mahnen, s. d.). Monument bezeichnet vor allem eine ‘große bildhauerische Arbeit, Standbild’, wird jedoch seit dem 17. Jh. allmählich durch Denkmal (s. d.) verdrängt. monumental Adj. ‘wie ein Denkmal, gewaltig, großartig’ (19. Jh.), Neubildung zum Substantiv, vielleicht nach gleichbed. frz. monumental; direkte Entlehnung aus lat. monumentālis ‘als Merkzeichen dienend’ ist unwahrscheinlich.

Thesaurus

Synonymgruppe
astronomisch · enorm · gewaltig · gigantisch · immens · kolossal · monströs · monumental · mächtig · riesengroß · riesenhaft · titanisch · unermesslich · ungeheuer · ungeheuer groß · von ungeheurer Größe · überdimensional · überdimensioniert  ●  Herkules...  fig. · Mammut...  fig. · aberwitzig  fig. · riesig  Hauptform · formidabel  geh. · immensurabel  geh.
Assoziationen
  • (die) menschliche Vorstellungskraft übersteigen · (etwas) kann man sich nicht vorstellen · außerhalb des (menschlichen) Vorstellungsvermögens liegen · kaum vorstellbar (sein)

Typische Verbindungen zu ›monumental‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›monumental‹.

Verwendungsbeispiele für ›monumental‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wirken würde es nach wie vor durch seine monumentale Größe. [Süddeutsche Zeitung, 20.02.1999]
Seit mehr als zwei Jahren kleidet das monumentale Relief schon die drei Wände der Kapelle aus. [Die Zeit, 05.02.2007, Nr. 06]
Auch der künstlerische Erfolg, die große monumentale Form, ist unbestreitbar. [Gudenrath, Eduard: Geist und Gestalt in der Baukunst, Berlin: Oestergaard 1929, S. 73]
Wieder beginnt man wie in mykenischer Zeit große monumentale Bauten auszuführen; aber es sind nicht mehr Burgen und Gräber, sondern Tempel. [Meyer, Eduard: Geschichte des Altertums, Bd. III. In: Geschichte des Altertums, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1901], S. 30307]
Die Häuser der anderen Straßenfront wirkten gegen den monumentalen Bau kümmerlich. [Rosendorfer, Herbert: Großes Solo für Anton, Zürich: Diogenes 2000 [1976], S. 156]
Zitationshilfe
„monumental“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/monumental>.

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