Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

mopsen

Grammatik Verb
Aussprache  [ˈmɔpsn̩]
Worttrennung mop-sen
Wortbildung  mit ›mopsen‹ als Letztglied: bemopsen
eWDG

Bedeutung

salopp etw., das geringen Wert hat, wegnehmen, entwenden, stehlen
Beispiele:
wer hat meinen Bleistift gemopst?
die Kinder haben ihr ein paar Bonbons gemopst
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Mops · mopsen · Moppel
Mops m. Hund einer kleinen, dick wirkenden, wohl aus den Niederlanden eingeführten Rasse mit kurzen Beinen (Zwergform der Dogge), deren verdrießlich-verzogen scheinender Gesichtsausdruck das Benennungsmotiv abgibt, übertragen auch ‘dicker Kerl’, Übernahme (Anfang 18. Jh.) von nl. mops (neben mop), das zu nl. moppen ‘verdrießlich sein, brummen, knurren’ gebildet ist. Daneben begegnet bereits gegen Ende des 16. Jhs. nhd. Mops ‘träger, unfreundlicher, verdrießlicher Mensch’, das zu (mit nl. moppen verwandten) Verben wie nd. (westfäl.) möpen ‘Gesichter schneiden’ (engl. to mop), nhd. muffen ‘das Maul hängen lassen, finster blicken, knurren, murren’ zu stellen ist. Vgl. auch mengl. moppe, engl. mope ‘trübsinniger Mensch, Griesgram’. Zu Herkunft und weiterer Verwandtschaft s. muffeln. – mopsen Vb. ‘Kleinigkeiten stehlen’, reflexiv ‘sich langweilen, sich ärgern’, also eigentlich ‘sich verhalten bzw. aussehen wie ein Mops’ (19. Jh.). Deminutiv Moppel m. ‘kleiner Hund’ (19. Jh.).

Typische Verbindungen zu ›mopsen‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›mopsen‹.

Verwendungsbeispiele für ›mopsen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Um sich so was kaufen zu können, hat er mir mal 50 Mark gemopst. [Bild, 03.05.2001]
Aber da ich trotzdem nicht selber da war, muß ich mir die Geschichten borgen, ausleihen, mopsen. [Der Tagesspiegel, 04.07.1999]
Wenn die Kinder wissen wollen, ob Eva ihn mopst, müssen sie erst einmal ein Puzzle zusammensetzen. [C’t, 1999, Nr. 21]
Denn der »echte« Terrorist hat Archers Gesicht gemopst, lebt jetzt in Archers Haus und schläft mit Archers Frau. [Bild, 25.09.1997]
Da sei schon aufgefallen, wie oft sich die Damen selber einen Sekt vom Tablett gemopst hätten. [Der Tagesspiegel, 26.03.2004]
Zitationshilfe
„mopsen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/mopsen#1>.

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mopsen

Grammatik Verb · reflexiv
Aussprache  [ˈmɔpsn̩]
Worttrennung mop-sen
eWDG

Bedeutung

salopp sich langweilen
Beispiele:
an Regentagen haben wir uns tüchtig gemopst
in seiner Gesellschaft mopst man sich nie
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Mops · mopsen · Moppel
Mops m. Hund einer kleinen, dick wirkenden, wohl aus den Niederlanden eingeführten Rasse mit kurzen Beinen (Zwergform der Dogge), deren verdrießlich-verzogen scheinender Gesichtsausdruck das Benennungsmotiv abgibt, übertragen auch ‘dicker Kerl’, Übernahme (Anfang 18. Jh.) von nl. mops (neben mop), das zu nl. moppen ‘verdrießlich sein, brummen, knurren’ gebildet ist. Daneben begegnet bereits gegen Ende des 16. Jhs. nhd. Mops ‘träger, unfreundlicher, verdrießlicher Mensch’, das zu (mit nl. moppen verwandten) Verben wie nd. (westfäl.) möpen ‘Gesichter schneiden’ (engl. to mop), nhd. muffen ‘das Maul hängen lassen, finster blicken, knurren, murren’ zu stellen ist. Vgl. auch mengl. moppe, engl. mope ‘trübsinniger Mensch, Griesgram’. Zu Herkunft und weiterer Verwandtschaft s. muffeln. – mopsen Vb. ‘Kleinigkeiten stehlen’, reflexiv ‘sich langweilen, sich ärgern’, also eigentlich ‘sich verhalten bzw. aussehen wie ein Mops’ (19. Jh.). Deminutiv Moppel m. ‘kleiner Hund’ (19. Jh.).

Typische Verbindungen zu ›mopsen‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›mopsen‹.

Verwendungsbeispiele für ›mopsen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Um sich so was kaufen zu können, hat er mir mal 50 Mark gemopst. [Bild, 03.05.2001]
Aber da ich trotzdem nicht selber da war, muß ich mir die Geschichten borgen, ausleihen, mopsen. [Der Tagesspiegel, 04.07.1999]
Wenn die Kinder wissen wollen, ob Eva ihn mopst, müssen sie erst einmal ein Puzzle zusammensetzen. [C’t, 1999, Nr. 21]
Denn der »echte« Terrorist hat Archers Gesicht gemopst, lebt jetzt in Archers Haus und schläft mit Archers Frau. [Bild, 25.09.1997]
Da sei schon aufgefallen, wie oft sich die Damen selber einen Sekt vom Tablett gemopst hätten. [Der Tagesspiegel, 26.03.2004]
Zitationshilfe
„mopsen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/mopsen#2>.

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