motzen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungmot-zen (computergeneriert)
Wortbildung mit ›motzen‹ als Erstglied: ↗Motzerei · ↗motzig  ·  mit ›motzen‹ als Letztglied: ↗anmotzen · ↗herummotzen
Duden GWDS, 1999

Bedeutungen

a)
umgangssprachlich mit etw. nicht einverstanden sein und seinen Unmut darüber äußern, nörgelnd schimpfen
b)
landschaftlich schmollen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

motzen · mutzen2 · motzig · mutzig
motzen, mutzen2 Vb. ‘nörgeln, maulen, verdrießlich, aufsässig sein’ (17. Jh.). Herkunft ungewiß. Am ehesten wohl eine Weiterbildung (*mukkezzen) von ↗mucken, ↗mucksen ‘murren, aufbegehren’ (s. d.). motzig, mutzig Adj. ‘schlecht gelaunt, verdrießlich, trotzig’ (19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
(seinem) Ärger Luft machen · ↗(sich) beklagen · ↗(sich) beschweren · (sich) unzufrieden äußern · ↗beckmessern · ↗bekritteln · ↗bemäkeln · ↗herumkritisieren (an) · ↗herummeckern · ↗herumnörgeln (an) · immer (et)was auszusetzen haben · immer (et)was zu meckern haben · ↗murren · ↗mäkeln · ↗räsonieren  ●  ↗reklamieren  schweiz. · (he)rumjaulen  ugs., salopp, fig. · (seinen) Frust loswerden (wollen)  ugs. · (seinen) Frust rauslassen  ugs. · ↗(sich) auskotzen  derb · Frust ablassen  ugs. · abkotzen  derb, fig. · ↗granteln  ugs., österr., bair. · ↗herummaulen  ugs. · ↗herummotzen  ugs. · ↗herummäkeln (an)  ugs. · ↗maulen  ugs. · ↗meckern  ugs. · ↗mosern  ugs. · motzen  ugs. · ↗nölen  ugs. · ↗nörgeln  ugs., Hauptform · ↗pöbeln  ugs. · ↗quengeln  ugs. · ↗raunzen  ugs., österr. · rummaulen  ugs. · rummeckern  ugs. · rummotzen  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
(ein) Geschrei erheben · Krawall machen · Randale machen · Unmut äußern · Zorn äußern · ein großes Palaver veranstalten · ↗fluchen · ↗geifern · ↗herumschreien · ↗keifen · lautstark protestieren · nicht zu beruhigen sein · ↗poltern · ↗schimpfen · ↗zetern  ●  (die) Welle machen  ugs. · (eine) Szene machen  ugs. · (einen) (mächtigen) Wirbel veranstalten  ugs. · (einen) Riesenaufstand machen  ugs. · (einen) Zwergenaufstand veranstalten  ugs. · (he)rumpalavern  ugs. · (mächtig) auf den Putz hauen  ugs. · fluchen wie ein Bierkutscher  ugs. · fluchen wie ein Droschkenkutscher  ugs. · fluchen wie ein Fischweib  ugs. · herumzetern  ugs. · keifen wie ein Fischweib  ugs. · motzen  ugs. · rumschreien  ugs. · schimpfen wie ein Fischweib  ugs. · schimpfen wie ein Rohrspatz  ugs. · ↗schnauzen  ugs. · ↗wettern  ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Schiri Trainer an anmotzen aufmotzen herum maulen meckern zurück

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›motzen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Allein aber vermag auch ein siegreicher Kanzler nicht viel mehr, als machtlos zu motzen.
Süddeutsche Zeitung, 24.09.2002
Erst motzt er über Schumis Starts, dann wechselt er selbst zweimal die Spur.
Bild, 02.08.2000
Dann beleidige ich die Leute, motze, gucke fies und böse.
Die Welt, 25.03.1999
Und es motzten Bahnpolizisten und andere, die allesamt gleich behandelt werden wollten.
Die Zeit, 19.10.1979, Nr. 43
Die Arbeitgeber und ihre Verbände motzten und sprachen von einem "lästigen und kostenträchtigen" Gesetz.
Der Tagesspiegel, 06.12.2000
Zitationshilfe
„motzen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/motzen>, abgerufen am 22.01.2019.

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