muffeln

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungmuf-feln (computergeneriert)
Wortbildung mit ›muffeln‹ als Letztglied: ↗hineinmuffeln
eWDG, 1974

Bedeutungen

1.
umgangssprachlich, abwertend mürrisch, wortkarg sein
Beispiel:
Kein Donnerwetter, nur kleine Worte mit dem Giftgehalt eines halben Mückenstichs, oder aber Schweigen, Stummheit, Muffeln [FontaneTreibelI 3,425]
2.
salopp dauernd kauen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

muff · mupf · Muff3 · Mupf · muffen2 · müffen2 · mupfen · aufmüpfig · muffeln · Muffel · muff(e)lig
muff, obd. mupf Interjektion des Widerwillens, für einen knurrigen, verdrießlichen Laut, Muff3, Mupf m. ‘Verziehen des Mundes, Hängemaul, dunkler, brummiger Ton’ (15. Jh.), mhd. gemüffe n. ‘verdrießliches Brummen, Maulen’. muffen2, müffen2, mupfen Vb. ‘den Mund (spöttisch) verziehen, murren, brummen’ (15. Jh.), obd. müpfen ‘die Nase rümpfen’, aufmupfen ‘verdrießlich blicken, aufbrausen’, dazu in neuerer Sprache aufmüpfig Adj. ‘aufsässig, widersetzlich’ (20. Jh.). Als Iterativum muffeln Vb. ‘kauend die Lippen bewegen, mürrisch, verdrießlich sein, brummend reden’ (15. Jh.). Muffel m. ‘Mops’ (18. Jh.), ‘verdrießlicher, unfreundlicher, ungesprächiger, mürrischer Mensch’ (19. Jh.). muff(e)lig Adj. ‘mürrisch, maulfaul’ (19. Jh.), älter muffig (18. Jh.), muffisch (16. Jh.). Alle Formen kann man als lautnachahmende Bildungen mit nl. moppen, mopperen ‘brummen, verdrießlich knurren’, engl. (aus dem Nd.?) to mop ‘Grimassen schneiden’ (s. ↗Mops) an eine Schallwurzel ie. *mū̌- ‘einen dumpfen Laut von sich geben (auch mit geschlossenem Mund), undeutlich reden, unartikuliert murmeln, Mund, Maul’ anschließen (s. ↗Maul).

Thesaurus

Synonymgruppe
abgestanden riechen · modrig riechen · riechen wie ein nasser Hund  ●  ↗miefen  ugs., Hauptform · muffeln  ugs. · ↗müffeln  ugs., regional
Assoziationen
  • Muff · verbrauchte Luft  ●  ↗Mief  ugs.
  • dumpfig · ↗miefig · nicht ausreichend belüftet · ↗stickig · unbelüftet · ↗ungelüftet · ↗vermieft  ●  (eine) Luft zum Schneiden  ugs., fig.
  • miefig · ↗moderig · ↗modrig · ↗muffig · stinkend · unangenehm riechen(d) · ↗übel riechend · ↗übelriechend  ●  mephitisch  geh., veraltet, selten, bildungssprachlich · muchtig  ugs., regional
  • (die) Luft verpesten · (einen) pestilenzartigen Geruch verströmen · (einen) strengen Geruch verbreiten · bestialisch stinken · fürchterlich stinken · schlecht riechen · streng riechen · unangenehm riechen · zum Himmel stinken · übel riechen  ●  ↗stinken  Hauptform · aus allen Knopflöchern stinken  ugs., fig. · stinken wie die Pest (Verstärkung)  ugs.

Typische Verbindungen
computergeneriert

an herum hin

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›muffeln‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Das werde sowieso nichts mit einem Beschluss heute, hatte er gemuffelt.
Die Zeit, 24.05.2010, Nr. 21
Sie brauchen da gar nicht zu muffeln, Sie kriegen den Brief ja nicht!
Süddeutsche Zeitung, 31.12.1999
An schlechten Tagen muffelt er herum oder löst Katastrophen aus, für die man ihn kalt machen möchte.
Der Tagesspiegel, 18.04.2001
Da platzt der Putz, die Wände muffeln, Leitungen sind defekt.
Bild, 25.04.2006
Die Verkäuferin muffelte, daß solche alten Kisten nicht mehr repariert würden, und wies ihm die Tür.
Scherzer, Landolf: Der Erste, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2001 [1988], S. 38
Zitationshilfe
„muffeln“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/muffeln#1>, abgerufen am 21.09.2019.

Weitere Informationen …

muffeln

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungmuf-feln (computergeneriert)
eWDG, 1974

Bedeutung

süddeutsch, österreichisch, umgangssprachlich muffig, schlecht riechen
Beispiele:
im Zimmer muffelt es
es muffelt nach etw.
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

muff · mupf · Muff3 · Mupf · muffen2 · müffen2 · mupfen · aufmüpfig · muffeln · Muffel · muff(e)lig
muff, obd. mupf Interjektion des Widerwillens, für einen knurrigen, verdrießlichen Laut, Muff3, Mupf m. ‘Verziehen des Mundes, Hängemaul, dunkler, brummiger Ton’ (15. Jh.), mhd. gemüffe n. ‘verdrießliches Brummen, Maulen’. muffen2, müffen2, mupfen Vb. ‘den Mund (spöttisch) verziehen, murren, brummen’ (15. Jh.), obd. müpfen ‘die Nase rümpfen’, aufmupfen ‘verdrießlich blicken, aufbrausen’, dazu in neuerer Sprache aufmüpfig Adj. ‘aufsässig, widersetzlich’ (20. Jh.). Als Iterativum muffeln Vb. ‘kauend die Lippen bewegen, mürrisch, verdrießlich sein, brummend reden’ (15. Jh.). Muffel m. ‘Mops’ (18. Jh.), ‘verdrießlicher, unfreundlicher, ungesprächiger, mürrischer Mensch’ (19. Jh.). muff(e)lig Adj. ‘mürrisch, maulfaul’ (19. Jh.), älter muffig (18. Jh.), muffisch (16. Jh.). Alle Formen kann man als lautnachahmende Bildungen mit nl. moppen, mopperen ‘brummen, verdrießlich knurren’, engl. (aus dem Nd.?) to mop ‘Grimassen schneiden’ (s. ↗Mops) an eine Schallwurzel ie. *mū̌- ‘einen dumpfen Laut von sich geben (auch mit geschlossenem Mund), undeutlich reden, unartikuliert murmeln, Mund, Maul’ anschließen (s. ↗Maul).

Thesaurus

Synonymgruppe
abgestanden riechen · modrig riechen · riechen wie ein nasser Hund  ●  ↗miefen  ugs., Hauptform · muffeln  ugs. · ↗müffeln  ugs., regional
Assoziationen
  • Muff · verbrauchte Luft  ●  ↗Mief  ugs.
  • dumpfig · ↗miefig · nicht ausreichend belüftet · ↗stickig · unbelüftet · ↗ungelüftet · ↗vermieft  ●  (eine) Luft zum Schneiden  ugs., fig.
  • miefig · ↗moderig · ↗modrig · ↗muffig · stinkend · unangenehm riechen(d) · ↗übel riechend · ↗übelriechend  ●  mephitisch  geh., veraltet, selten, bildungssprachlich · muchtig  ugs., regional
  • (die) Luft verpesten · (einen) pestilenzartigen Geruch verströmen · (einen) strengen Geruch verbreiten · bestialisch stinken · fürchterlich stinken · schlecht riechen · streng riechen · unangenehm riechen · zum Himmel stinken · übel riechen  ●  ↗stinken  Hauptform · aus allen Knopflöchern stinken  ugs., fig. · stinken wie die Pest (Verstärkung)  ugs.

Typische Verbindungen
computergeneriert

an herum hin

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›muffeln‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Das werde sowieso nichts mit einem Beschluss heute, hatte er gemuffelt.
Die Zeit, 24.05.2010, Nr. 21
Sie brauchen da gar nicht zu muffeln, Sie kriegen den Brief ja nicht!
Süddeutsche Zeitung, 31.12.1999
An schlechten Tagen muffelt er herum oder löst Katastrophen aus, für die man ihn kalt machen möchte.
Der Tagesspiegel, 18.04.2001
Da platzt der Putz, die Wände muffeln, Leitungen sind defekt.
Bild, 25.04.2006
Die Verkäuferin muffelte, daß solche alten Kisten nicht mehr repariert würden, und wies ihm die Tür.
Scherzer, Landolf: Der Erste, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2001 [1988], S. 38
Zitationshilfe
„muffeln“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/muffeln#2>, abgerufen am 21.09.2019.

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