mundtot

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungmund-tot (computergeneriert)
WortzerlegungMundtot
eWDG, 1974

Bedeutung

jmdn. mundtot machenjmdn. zum Schweigen, Verstummen bringen
Beispiel:
den Gegner für immer mundtot machen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

mundtot Adj. seit dem 19. Jh. in der Wendung mundtot machen ‘zum Schweigen bringen, nicht zu Worte kommen lassen’ geläufig und als zu ↗Mund (s. d.) gehörig empfunden; zunächst jedoch Rechtsausdruck im Sinne von ‘unfähig, Rechtshandlungen auszuführen’ (17. Jh.), gebildet mit dem in ↗Mündel, ↗mündig, ↗Vormund (s. d.) erhaltenen Substantiv ahd. mhd. munt ‘Hand, Schutz’.

Typische Verbindungen
computergeneriert

gemacht machen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›mundtot‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Aber ich habe das Problem, dass man oft versucht hat, mich mundtot zu machen.
Bild, 10.09.2002
Dort wäre eine so von ihrem Recht überzeugte Behinderte allerdings mundtot.
Die Zeit, 12.03.1976, Nr. 12
Wer eine andere Sprache reden will, wird mindestens mundtot gemacht.
Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1944. In: Nowojski, Walter (Hg.), Ich will Zeugnis ablegen bis zum letzten, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 1999 [1944], S. 2
Aber ihre Führer werden einer nach dem andern mundtot gemacht oder wirklich getötet.
Kursbuch, 1970, Bd. 22
Das Volk ließ sich nicht mundtot machen wie jene Ratsherren.
Stucken, Eduard: Die weißen Götter, Stuttgart: Stuttgarter Hausbücherei [1960] [1919], S. 201
Zitationshilfe
„mundtot“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/mundtot>, abgerufen am 16.12.2018.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Mundstück
Mundstellung
Mundsperre
Mundspeicheldrüse
Mundspalte
Mundtuch
Mündung
Mündungsebene
Mündungsfeuer
Mündungsgebiet