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nächtig

Grammatik Adjektiv
Aussprache 
Worttrennung näch-tig

Bedeutungsübersicht+

  1. [gehoben] ...
    1. 1. nächtlich
    2. 2. müde, übernächtig
eWDG

Bedeutung

gehoben
1.
nächtlich
Beispiele:
eine nächtige Straße
nächtige Stille
der nächtige Garten, Wind
Im Hintergrund blaues Meer und Himmel; erst abendlich, dann immer nächtiger [ R. Dehmel10,38]
übertragen dunkel
Beispiele:
nächtiges Laub, Unterholz
das Nächtige (= die Nachtseite) der Natur
2.
müde, übernächtig
Beispiel:
Die Rosen neben dem Rednerpult werden nächtig und welk [ StrittmatterOchsenkutscher67]

Typische Verbindungen zu ›nächtig‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›nächtig‹.

Verwendungsbeispiele für ›nächtig‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die nächtigen Geschirre hoben sich von dieser Unterlage seltsam ab. [Thelen, Albert Vigoleis: Die Insel des zweiten Gesichts, Düsseldorf: Claassen 1981 [1953], S. 622]
Und so trug er sein aufgeregtes Herz die nächtige Landstraße hinunter, ermuntert vom Takt seiner Füße. [Schaeffer, Albrecht: Helianth I, Bonn: Weidle 1995 [1920], S. 364]
Er ist ein Mann der nächtigen Schatten oder der Dämmerung. [Die Zeit, 28.06.1968, Nr. 26]
Und erst über dem tat sich dann die nächtige Himmelswölbung mit ihren müden, verglühenden Sternen auf. [Hermann, Georg [d.i. Borchardt, Georg Hermann]: Jettchen Gebert, Berlin: Fleischel 1919 [1906], S. 189]
Durch die hohen Wipfel des nahen Parkes ging ein warmer, nächtiger Abendwind. [Hauptmann, Gerhart: Der Narr in Christo Emanuel Quint, Berlin: Aufbau-Verl. 1962 [1910], S. 212]
Zitationshilfe
„nächtig“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/n%C3%A4chtig>.

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