nachempfinden

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungnach-emp-fin-den
Wortzerlegungnach-empfinden
Duden GWDS, 1999

Bedeutungen

1.
sich so in einen anderen Menschen hineinversetzen, dass man das Gleiche empfindet wie er; etw., was ein anderer empfindet, in gleicher Weise empfinden (u. darum verstehen)
2.
(ein Kunstwerk o. Ä.) in Anlehnung an das Werk eines (berühmten) Künstlers gestalten

Thesaurus

Synonymgruppe
folgen (mit Dativ) · nachempfinden · ↗nacherleben · ↗nachfühlen · ↗nachvollziehen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Architektur Außenstehende Baustil Bühnenbild Design Enge Fassade Faszination Funktionsweise Grundriß Kostüm Kuppel Lebensgefühl Leid Leiden Leidensweg Mobiliar Original Pantheon Prozession Schmerz Sonnenschutz Säule Tempel Turm Umriß Verzweiflung Vorbild empfinden hautnah

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›nachempfinden‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

So wie in der Stadt gekocht wird, kann man das nachempfinden.
Die Zeit, 12.06.2012, Nr. 17
Heute muss man sich nicht mehr so anstrengen, es ist ja sowieso alles nur noch nachempfunden.
Der Tagesspiegel, 22.09.2000
Später ließ sich aus den Stasi-Akten vieles einigermaßen rekonstruieren, nachempfinden.
Krausser, Helmut: Eros, Köln: DuMont 2006, S. 248
Vor allem in Küchen ist diese den Südeuropäern nachempfundene Gestaltung nicht nur sehr schön, sondern auch praktisch.
o. A.: Das Buch vom Wohnen, Hamburg: Orbis GmbH 1977, S. 167
Denn wer könne ihm nachempfinden, was es heiße, mit einem Schlag Frau und Sohn zu verlieren?
Wolf, Christa: Der geteilte Himmel, Halle (Saale): Mitteldeutscher Verl. 1963, S. 296
Zitationshilfe
„nachempfinden“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/nachempfinden>, abgerufen am 19.10.2019.

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