nachsagen

Grammatik Verb
Aussprache 
Worttrennung nach-sa-gen
Wortzerlegung nach-sagen

Bedeutungsübersicht+

  1. 1. etw. nachsprechen
  2. 2. ⟨jmdm. etw. nachsagen⟩ über jmdn. etw. hinter dessen Rücken sagen, verbreiten
eWDG

Bedeutungen

1.
etw. nachsprechen
Beispiele:
einen Satz nachsagen
der Papagei sagt vorgesprochene Wörter nach
2.
jmdm. etw. nachsagenüber jmdn. etw. hinter dessen Rücken sagen, verbreiten
Beispiele:
man kann ihr nichts Schlechtes, nur Gutes nachsagen
ihm wird Geiz, Stolz nachgesagt
das lasse ich mir nicht nachsagen (= nicht nachreden)

Thesaurus

Synonymgruppe
(jemandem etwas) nachsagen · ↗(sich) zuflüstern · ↗(sich) zuraunen · ↗(über jemanden) herziehen · hinter jemandes Rücken reden · ↗klatschen · ↗munkeln · ↗ratschen · schlecht reden (über) · ↗tratschen · vom Leder ziehen  ●  ↗lästern  Hauptform · ↗(jemanden) bashen  ugs., engl. · (sich) aufhalten über  ugs. · (sich) das Maul zerreißen (über)  ugs. · ↗ablästern (über jemanden)  ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
(jemandem etwas) nachsagen · ↗(jemandem etwas) unterstellen · (jemandem) die Ehre abschneiden · (jemanden) ins Gerede bringen · (sich) in herabwürdigender Weise äußern (über) · (über jemanden negative) Behauptungen in die Welt setzen · Lügen verbreiten (über) · ↗diffamieren · ↗diskreditieren · ↗herabsetzen · in Verruf bringen · schlecht reden (über) · ↗schlechtmachen · ↗schmähen · ↗verleumden · ↗verunglimpfen  ●  ↗(jemandem etwas) anhängen  fig. · (jemanden) in eine bestimmte Ecke stellen  fig. · in Misskredit bringen  fig. · (jemandem etwas) am Zeug flicken  ugs., veraltend · ↗(jemandem etwas) andichten  ugs. · (jemandem etwas) ans Zeug flicken  ugs., veraltend · (jemanden) mit Dreck bewerfen  ugs. · ↗anschwärzen  ugs. · kein gutes Haar lassen (an)  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›nachsagen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›nachsagen‹.

Verwendungsbeispiele für ›nachsagen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Man sagte ihm gewisse technische Mängel nach, und seine Konzerte waren bisweilen von schwankender Qualität.
Der Tagesspiegel, 12.03.1999
Sie lassen sich nicht mehr nachsagen, auf Inspiration angewiesen zu sein.
Süddeutsche Zeitung, 18.09.1996
Ich muß ihr zum Ruhm nachsagen, daß sie sich des Vertrauens würdig gezeigt hat.
Bismarck, Hedwig von: Erinnerungen aus dem Leben einer 95jährigen. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1910], S. 7356
Hundert Jahre später rühmt ihn auch Plinius noch und sagt ihm nach, er sei so stark, daß man ihn anzünden könne.
Bauer, Hans: Tisch und Tafel in alten Zeiten, Leipzig: Koehler & Amelang 1967, S. 43
Dem Husemann konnte man nicht viel nachsagen, er war zu bequem.
Spoerl, Heinrich: Die Feuerzangenbowle, München: Piper o.J. [1933], S. 156
Zitationshilfe
„nachsagen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/nachsagen>, abgerufen am 04.03.2021.

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