Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

nachten

Grammatik Verb · nachtet, nachtete, hat genachtet
Aussprache 
Worttrennung nach-ten
GrundformNacht
Wortbildung  mit ›nachten‹ als Letztglied: umnachten · übernachten
eWDG

Bedeutung

dichterisch es nachtet (= es wird Nacht)
Beispiele:
Es zogen Sterne herauf […] durch die Dämmerung, die allmählich nachtete [ A. ZweigJunge Frau174]
übertragenWenn das Leben uns nachtet [ Lenau1,259]

Verwendungsbeispiele für ›nachten‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die deutsche Politik sollte also danach nachten, die Entstehung eines dauerhaften polnischen Interesses an der Teilung Deutschlands zu verhüten. [Die Zeit, 19.03.1965, Nr. 12]
Er nachte sich keine Illusionen über die »freundlichen und freundschaftlichen« Gefühle seiner Genossen. [Die Zeit, 15.10.1993, Nr. 42]
In Tel Aviv hielten denn auch unzufriedene Arbeiter die Polizei in Protestdemonstrationen drei Nachte lang in Atem. [Die Zeit, 20.12.1974, Nr. 52]
Tief deprimiert etwa resümiert Trakl sein Badeabenteuer in Venedig: 'Reglos nachtet das Meer. [Süddeutsche Zeitung, 10.09.1994]
Sehr unbeliebt nachte sich Onkel Fritz mit seinen Sympathien für den Rapacki‑Plan der Waffenverdünnung zwecks Entspannung. [Die Zeit, 18.11.1966, Nr. 47]
Zitationshilfe
„nachten“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/nachten>.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
nachteilig
nachtdunkel
nachtblind
nachtblau
nachtarocken
nachtfarben
nachtfarbig
nachtmahlen
nachtraben
nachtragen