nachtragen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungnach-tra-gen
Wortzerlegungnach-tragen
Wortbildung mit ›nachtragen‹ als Grundform: ↗Nachtrag · ↗nachtragend
eWDG, 1974

Bedeutungen

1.
jmdm. etw. hinterhertragen
Beispiele:
er hatte seine Brille liegengelassen, ich habe sie ihm nachgetragen
[der Wolf] mußte dem Bändiger die Peitsche, die dieser hatte fallen lassen, aufheben und im Maule nachtragen [HesseSteppenw.4,390]
2.
etw. zusätzlich, nachträglich einfügen, eintragen, etw. ergänzen
Beispiele:
ich konnte die Namen in der Liste noch nachtragen
Ich bin jetzt dreiundfünfzig, habe ... jedoch noch einiges zu sagen, vielleicht auch nachzutragen [RathenauBriefe2,245]
3.
jmdm. etw. nachtragenjmdn. fühlen lassen, dass man ihm etw. nicht verzeiht, vergisst
Beispiele:
er trägt keinem etw. nach
sie hat mir meine Bemerkung wochenlang nachgetragen
häufig im Part. Präs.
Beispiele:
ein nachtragender Mensch
sie ist sehr nachtragend
sei nicht so nachtragend!

Thesaurus

Synonymgruppe
ankreiden · nachtragen · ↗verargen · ↗verübeln · ↗übel nehmen  ●  ↗(jemandem etwas) übelnehmen  Hauptform · ↗verdenken (negativ oder in Frage)  floskelhaft · ↗krummnehmen  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Außenpolitik Datum Ereignis Ergänzung Kapitel König Liebe Literatur Vorgeschichte es lange noch offenbar tragen vielleicht

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›nachtragen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wer nur noch das Grab vor sich hat, dem trägt man nichts nach.
Süddeutsche Zeitung, 27.12.1997
Je nach Laune des Beamten wird man nun angeraunzt, zur Ergänzung aufgefordert oder - der Beamte trägt die Angabe selbst nach!
Ketman, Per u. Wissmach, Andreas: DDR - ein Reisebuch in den Alltag, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1986, S. 7
Um diesen Prozeß etwas genauer charakterisieren zu können, müssen wir einige Begriffserklärungen nachtragen.
Kursbuch, 1966, Bd. 5
Zu dieser Frage ist aus der Prozeßgeschichte eine Kleinigkeit nachzutragen.
Ganghofer, Ludwig: Lebenslauf eines Optimisten. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1911], S. 18393
Aber genügt es heute, nicht grausam und nicht nachtragend zu sein?
Der Spiegel, 09.10.1989
Zitationshilfe
„nachtragen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/nachtragen>, abgerufen am 12.11.2019.

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