nachtun

Grammatik Verb
Aussprache 
Worttrennung nach-tun
Wortzerlegung nach-tun
eWDG, 1974

Bedeutung

umgangssprachlich es jmdm. nachtunetw. genauso machen wie jmd. anders
Beispiel:
Die Frauen wollen es partout den Männern nachtun [ WeiskopfAbschied v. Frieden1,286]

Thesaurus

Synonymgruppe
gleichtun · ↗gleichziehen · ↗nacheifern · ↗nachmachen · ↗nachstreben · nachtun
Oberbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
(es jemandem) gleichtun · ↗(jemandem) nacheifern · (jemanden) als Vorbild nehmen · (sich jemanden) zum Beispiel nehmen · (sich jemanden) zum Vorbild nehmen · (sich) (ein) Beispiel nehmen an · in jemandes Fußstapfen treten  ●  (es jemandem) nachtun  geh. · (sich) eine Scheibe abschneiden (von)  ugs., fig.
Assoziationen
  • (etwas) (genau) so machen wie · ↗(etwas) nachmachen · (jemandes) Beispiel folgen
  • (ein gutes) Vorbild sein · ↗(etwas) vorleben · mit gutem Beispiel vorangehen  ●  (sich) vorbildlich verhalten  Hauptform · Maßstäbe setzen  werbesprachlich
  • (der) erste sein (der ...) · (ein) Zeichen setzen · (eine) Vorreiterrolle übernehmen · (etwas) als erster tun · der erste sein, der · die erste sein, die · ↗vorangehen  ●  (die) Blaupause liefern (für)  fig. · (etwas) Neues wagen  floskelhaft · ↗vorpreschen  negativ
  • (jemandem jemanden) als Beispiel vorhalten · (jemandem jemanden) als Muster vorhalten  ●  sagen, dass sich jemand ein Beispiel nehmen soll (an)  variabel
  • (seinen) Anspruch anmelden  ●  (jemanden) beerben wollen  fig. · (jemandes) Erbe antreten wollen  fig.
  • (ein) Muster an (...) · Muster... · ↗beispielgebend · ↗beispielgebend · ↗beispielhaft · ↗mustergültig · ↗musterhaft  ●  ↗vorbildlich  Hauptform
  • Nachfolger (im Amt) · ↗Nachrücker · ↗Neubesetzung
  • Nachahmer finden · Schule machen · als Vorbild dienen · nachgeahmt werden
  • (das) Musterexemplar (eines / einer guten z.B. Führungspersönlichkeit) · (ein) leuchtendes Beispiel · ↗Leitfigur · das Idealbild (eines / des z.B. perfekten Ehemanns) · der ideale (z.B. Teamchef) · ↗die (ideale) Verkörperung eines (z.B. Naturwissenschaftlers) · ein Muster an (z.B. Gewissenhaftigkeit) · ein Muster von einem (z.B. hilfsbereiten Schüler)  ●  ↗Vorbild (Person)  Hauptform
  • (etwas) übernehmen (von) · (sich) übertragen auf  ●  (etwas) erben von  fig. · abfärben auf  fig. · (etwas) haben von  ugs. · (jemand) bekommt etwas ab (von)  ugs.

Typische Verbindungen zu ›nachtun‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›nachtun‹.

Verwendungsbeispiele für ›nachtun‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wer will, kann es ihm nun im kommenden Winter nachtun.
Die Zeit, 26.09.2011, Nr. 39
Ich darf erst später dir nachtun und der himmlischen Ruhe pflegen.
Voß, Richard: Zwei Menschen, Stuttgart: Engelhorn 1911 [1949], S. 161
Wer es ihm nachtun möchte, muss sich in der Schule anstrengen.
Süddeutsche Zeitung, 27.03.2000
Meine Gefährtin errötete dunkel bei meiner Aufforderung, es mir nachzutun.
Braun, Lily: Memoiren einer Sozialistin. In: Lehmstedt, Mark (Hg.) Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1909], S. 4984
In einem Aufstand von 569 versuchten die Berber Nordafrikas, es den Langobarden nachzutun.
Rubin, Berthold: Das Römische Reich im Osten. Byzanz. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1963], S. 21341
Zitationshilfe
„nachtun“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/nachtun>, abgerufen am 15.01.2021.

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