nahegehen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungna-he-ge-hen
Wortzerlegungnahgehen
Rechtschreibregeln§ 34 (2.2)
eWDG, 1974

Bedeutung

jmdm. geht etw. nahejmd. wird von etw. tief, schmerzlich berührt, jmdn. ergreift etw.
Beispiele:
sein Tod, Unglück ist ihr sehr nahegegangen
lass es dir nicht so nahegehen!

Thesaurus

Synonymgruppe
(emotional) berühren · ↗(innerlich) bewegen · (jemandem) nahegehen · zu Herzen gehen  ●  mitten ins Herz treffen  fig. · ↗(jemanden) anfassen  geh., fig. · ↗(jemanden) anrühren  geh.
Assoziationen
  • (eine) Belastung darstellen (für) · (jemandem) zu schaffen machen · ↗(jemandem) zusetzen · ↗(jemanden) aufwühlen · ↗(jemanden) belasten · (sehr) betroffen machen · aus dem (seelischen) Gleichgewicht bringen · aus der Ruhe bringen · ↗erschüttern  ●  (jemandem) an die Nieren gehen  ugs., fig. · (jemandem) aufs Gemüt schlagen  ugs. · (jemandem) nicht in den Kleidern hängenbleiben  ugs., fig. · (jemandem) unter die Haut gehen  ugs., fig. · ↗(jemanden) mitnehmen  ugs. · (jemanden) nicht kaltlassen  ugs. · an etwas zu knacken haben  ugs. · nicht spurlos vorbeigehen (an jemandem)  ugs., fig.
  • macht nachdenklich · wenig eingängig · zum Nachdenken  ●  ↗schwer verdaulich  fig. · schwere Kost  fig. · ↗schwergängig  fig.
  • (jemandem) aus der Seele sprechen · die passenden Worte finden · die richtigen Worte finden

Typische Verbindungen
computergeneriert

Leser Schicksal Tod besonders darum gehen heran ich offenbar persönlich sehr sichtlich sonderlich wirklich ziemlich zu

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›nahegehen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wenn sich ein Patient umbringt, geht einem das sehr nahe.
Die Zeit, 18.03.2013, Nr. 11
Die Episode ging ihm sichtlich nahe und es fiel ihm schwer, darüber zu reden.
Krausser, Helmut: Eros, Köln: DuMont 2006, S. 213
Es geht einem nahe, wie verzweifelt egoistisch sie am Ende versucht, die Tochter an sich zu ketten.
Süddeutsche Zeitung, 23.03.2000
Die Art, wie dieser Philosoph die Wirklichkeit des Gedankens darstellt, war mir nahegehend.
Steiner, Rudolf: Mein Lebensgang, Eine nicht vollendete Autobiographie. In: Oliver Simons (Hg.), Deutsche Autobiographien 1690 - 1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1925], S. 31107
Das war eine im Ton recht grobe Totenrede, doch dem Redner selbst ging sie nahe, denn er seufzte plötzlich tief auf.
Werfel, Franz: Die Vierzig Tage des Musa Dagh II, Stockholm: Bermann - Fischer 1947 [1933], S. 344
Zitationshilfe
„nahegehen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/nahegehen>, abgerufen am 21.11.2019.

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