Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

naheliegen

Grammatik Verb
Aussprache 
Worttrennung na-he-lie-gen
Wortzerlegung nah liegen
Rechtschreibregel § 34 (2.2)
Wortbildung  mit ›naheliegen‹ als Erstglied: naheliegenderweise

Bedeutungsübersicht+

  1. ⟨etw. liegt nahe⟩ an etw. denkt man gleich, auf etw. kommt man leicht
    1. ⟨naheliegend⟩ leicht verständlich
    2. [umgangssprachlich] ⟨etw. ist naheliegend⟩ etw. liegt nahe
eWDG

Bedeutung

etw. liegt nahean etw. denkt man gleich, auf etw. kommt man leicht
Beispiel:
dieser Gedanke, eine solche Vermutung liegt nahe
naheliegendleicht verständlich
Grammatik: häufig im Partizip I
Beispiele:
aus naheliegenden Gründen konnte er nicht kommen
Es gab darum auch so viele naheliegende Einwände gegen das, was er sagte [ MusilMann296]
umgangssprachlich etw. ist naheliegendetw. liegt nahe
Beispiel:
Der Überfall war, wie es bei einem Koch naheliegend ist, mit einem spitzen Messer erfolgt [ G. Hauptm.4,401]

Thesaurus

Synonymgruppe
naheliegen · plausibel erscheinen
Synonymgruppe
(sich) von selbst verstehen · evident (sein) · offensichtlich (sein) · selbstverständlich (sein) · unmittelbar einleuchten(d)  ●  auf der Hand liegen  fig. · naheliegen(d)  fig. · keines Beweises bedürfen  geh. · trivial  fachspr., mathematisch
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›naheliegen‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›naheliegen‹.

Verwendungsbeispiele für ›naheliegen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Er spekulierte darauf, ihm den nahegelegenen Betrieb „abluchsen“ zu können. [Die Zeit, 01.08.1980, Nr. 32]
In der nahegelegenen Bank ist es nicht möglich, Geld zu wechseln. [Die Zeit, 30.12.1977, Nr. 53]
Es hätte natürlich nahegelegen, die Kinder technisch daran zu hindern, in den Laden einzusteigen. [o. A.[Autorenkollektiv am Psychologischen Institut der Freien Universität Berlin]: Sozialistische Projektarbeit im Berliner Schülerladen Rote Freiheit. Frankfurt: Fischer Bücherei 1971, S. 78]
Es liegt danach nahe, das Wesen des P. in der Frömmigkeit zu erblicken. [Stallmann, M.: Pietismus. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1961], S. 22930]
Es lag nahe, dafür deshalb das weltliche Regiment als zuständig anzusehen. [Iserloh, Erwin u. a.: Reformation, katholische Reform und Gegenreformation. In: Jedin, Hubert (Hg.) Handbuch der Kirchengeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1967], S. 7125]
Zitationshilfe
„naheliegen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/naheliegen>.

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