nahrhaft

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungnahr-haft
Wortzerlegungnähren-haft
eWDG, 1974

Bedeutung

reich an Nährstoffen, Aufbaustoffen für den Körper
Beispiele:
eine nahrhafte Kost
man konnte eines nahrhaften Bissens gewärtig sein bei Buddenbrooks [Th. MannBuddenbrooks1,16]
eine Ziege, deren Milch weithin berühmt ist als heilsam und sehr nahrhaft [NachbarMond53]
umgangssprachlich, übertragen einträglich
Beispiele:
ein nahrhafter Posten
ein nahrhaftes Gewerbe
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

nähren · ernähren · Ernährung · Ernährer · Nahrung · nahrhaft · Nahrungsmittel
nähren Vb. ‘mit Nahrung versorgen, den Unterhalt ermöglichen, pflegen’, ahd. nerien, nerren (8. Jh.), mhd. nern, neren, nerigen, nergen, nerren ‘genesen machen, (er)retten, am Leben erhalten, ernähren’, asächs. aengl. nerian, mnd. nēren, anord. næra, schwed. nära, got. nasjan ‘retten’, germ. *nazjan sind Kausativa (in der ursprünglichen, sehr umfassenden Bedeutung ‘genesen machen’, d. h. ‘retten, davonkommen lassen, durch Nahrung, Pflege am Leben erhalten’) zu dem unter ↗genesen (s. d.) aufgeführten Verb. ernähren Vb. ‘mit Nahrung versorgen, für jmds. Lebensunterhalt sorgen’, ahd. irnerien, irnerren ‘erretten’ (11. Jh.), mhd. ernern ‘gesund machen, heilen, erretten, am Leben erhalten, mit Nahrung versorgen’; Ernährung f. Ernährer m. (19. Jh.). Nahrung f. ‘alles zur Ernährung Dienende, Lebensmittel’, ahd. narunga (10. Jh.), mhd. narunge ‘Lebensunterhalt’, Ableitung von (im Nhd. untergegangenem) ahd. nara ‘Erlösung’ (8. Jh.), ‘Nahrung, Unterhalt’ (10. Jh.; vgl. lībnara, 9. Jh., asächs. līfnara ‘Lebensunterhalt’), mhd. nar ‘Heil, Rettung, Nahrung, Unterhalt’ (germ. *nazō-), wozu auch nahrhaft Adj. ‘reich an Nährstoffen, gewinnbringend’ (17. Jh.), älter nahrhaftig (15. Jh.) und Nahrhaftigkeit (16. Jh.). Nahrungsmittel Plur. (17. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
gehaltvoll · ↗kalorienreich · nahrhaft · nährend · ↗nährstoffreich · ↗reichhaltig · sättigend  ●  ↗mächtig  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Belohnung Bissen Biß Brei Eintopf Essen Frucht Frühstück Futter Getränk Gras Happen Kost Lebensmittel Mahlzeit Milch Sekret Speis Speise Suppe bekömmlich fett gesund haltbar köstlich preiswert schmackhaft sättigend süß wohlschmeckend

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›nahrhaft‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Es wird nahrhafter und sie wird es vielleicht nicht merken.
Altenberg, Peter: Was der Tag mir zuträgt. In: Deutsche Literatur von Lessing bis Kafka, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1901], S. 1033
Sie wirken nicht sehr nahrhaft, aber wenn man noch eins und noch eins gegessen hat, ist man doch irgendwann satt.
Süddeutsche Zeitung, 21.01.2003
Die meisten Samen sind nicht nur eßbar, sondern auch ausgesprochen nahrhaft.
Bild, 17.07.1998
Milch ist ein nahrhaftes, köstliches Getränk, so vielseitig zu mischen, daß man erstaunt sein wird.
Schwarz, Peter-Paul (Hg.), Gepflegte Gastlichkeit, Wiesbaden: Falken-Verl. Sicker 1967, S. 176
Der vom alleinreisenden Herrn mitgeführte Reiseproviant sei zwar nahrhaft, aber diskret.
Meißner, Hans-Otto: Man benimmt sich wieder, Giessen: Brühl 1950, S. 158
Zitationshilfe
„nahrhaft“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/nahrhaft>, abgerufen am 15.12.2019.

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