namentlich

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungna-ment-lich
eWDG, 1974

Bedeutungen

1.
mit Nennung des Namens
Beispiele:
eine namentliche Abstimmung
jmdn. namentlich anprangern
die Anwesenden, alle Mitarbeiter wurden namentlich aufgeführt
er wurde im Protokoll namentlich genannt
Ich hatte noch keine namentliche Liste meines Zuges [RennKrieg282]
2.
adverbiell
besonders, vor allem
Beispiele:
überall, namentlich aber im Gebirge, lag viel Schnee
namentlich die Tiere hatten unter dem strengen Frost zu leiden
im Sommer, namentlich zur Badezeit, ist hier großer Betrieb
Aus der unbedingten Unterwerfung unter den Papst gewann er aber nicht nur moralische, sondern auch und namentlich ökonomische Macht [MehringLessing-Legende109]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Name · namhaft · namentlich · nämlich · Namenstag · Namensvetter
Name m. ‘Benennung, Bezeichnung, Eigenname, Ansehen’, ahd. namo (8. Jh.; Genitiv namen), mhd. nam(e), asächs. namo, mnd. mnl. nāme, nl. naam, afries. aengl. nama, engl. name, (mit ursprünglich neutralem Genus) got. namō, germ. *naman-, (und mit veränderter Stammbildung) anord. nafn (aus *namn-), schwed. namn. Außergerm. vergleichbar sind aind. nā́ma, lat. nōmen, griech. ónoma (ὄνομα), aslaw. imę, russ. ímja (имя), air. ainmm. Als Ansatz läßt sich erschließen ie. *en(o)men-, *nomen- ‘Name’, das in den Einzelsprachen in unterschiedlichen Ablautformen vorliegt. S. auch ↗nennen. namhaft Adj. ‘bekannt, berühmt, nennenswert’, ahd. namahaft (8. Jh.), mhd. namhaft. namentlich Adj. heute Adv. ‘besonders erwähnenswert, vornehmlich’, eigentlich ‘(mit Namen) benannt’ (vgl. noch namentliche Abstimmung, namentlich nennen); mit unorganischem t gebildet (15. Jh.) nach mhd. name(n)lich; daneben die umgelautete Form nämlich Adj. in der nämliche ‘eben derselbe’ (heute unüblich), mhd. dirre nemelīche; in älterer Sprache auch ‘namentlich angegeben, ausdrücklich’, vgl. auff einem nähmlichen tag (16. Jh.), ahd. neminlīh (10. Jh.), namalīh (um 1000), mhd. name-, nemelich ‘namentlich benannt, bekannt, bedeutend’. Gebräuchlicher ist heute adverbieller Gebrauch im Sinne von ‘genauer gesagt, das heißt’, vgl. ahd. namalīhho ‘dem Namen nach’ (10. Jh.), mhd. nam(en)-, nem(e)līche ‘mit namentlicher, ausdrücklicher Hervorhebung, vorzugsweise’. Namenstag m. ‘Kalendertag des Heiligen, dessen Namen man trägt’ (17. Jh.). Namensvetter m. ‘wer den gleichen Namen trägt’ (18. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
besonders · im Besonderen · im Speziellen · ↗insbesondere · namentlich · ↗speziell  ●  ↗gerade  ugs. · ↗in Sonderheit  geh., veraltet
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Abstimmung Anmeldung Anrede Anzeige Aufruf Aufzählung Begrüßung Benennung Bezeichnung Bezug Einladung Eintragung Erfassung Erwähnung Feststellung Hinweis Kennzeichnung Liste Meldepflicht Meldung Nennung Registrierung Schlußabstimmung Veröffentlichung anonym offen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›namentlich‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Zahl der Toten ist laut einer namentlichen Zählung durch das Syrische Büro für Menschenrechte auf über 718 gestiegen.
Die Zeit, 27.02.2012, Nr. 09
Doch sein Antrag wird abgebügelt, statt dessen gibt es eine namentliche Abstimmung.
Der Tagesspiegel, 30.09.1999
Man bemühte sich um Konsolidierung, es fehlten die namentlichen Attacken.
Zimmermann, Hartmut (Hg.): DDR-Handbuch - K. In: Enzyklopädie der DDR, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1985], S. 3876
Eine ständige oder namentliche F. für längst Verstorbene nimmt die Grenze nicht ernst, die Gott selbst mit dem Tode gesetzt hat.
Urner, H.: Fürbitte. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1958], S. 1595
Damals wurde die namentliche Abstimmung nicht mit Karten, sondern durch Namensaufruf vollzogen.
Blos, Wilhelm: Denkwürdigkeiten eines Sozialdemokraten, Bd. 2. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1919], S. 1386
Zitationshilfe
„namentlich“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/namentlich>, abgerufen am 24.04.2019.

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