neidig

Grammatik Adjektiv
Aussprache 
Worttrennung nei-dig
Duden, GWDS, 1999

Bedeutung

landschaftlich neidisch
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Neid · neiden · beneiden · neidisch · neidig · Neidhammel
Neid m. ‘Mißgunst’, ahd. nīd (8. Jh.), mhd. nīt (Genitiv nīdes) ‘feindselige Stimmung, Kampfesgrimm, Groll, Eifer, Arg’, asächs. nīð, mnd. nīt, auch ‘Haß, Ingrimm’, mnl. nijt, nl. nijd, afries. nīth, aengl. nīþ ‘Streit, Feindschaft, Angriff, Haß, Übel, Verdruß’, anord. nīð ‘Hohn, Beschimpfung, Schmach’, got. neiþ, germ. *nīþa-. Vergleicht man kelt. Formen wie kymr. nwyd ‘Leidenschaft’ und air. nīth ‘Kampf’, so können ie. *neito-, *nīto- und ie. *nītu- ‘Leidenschaft’ angesetzt werden. Wieweit diese Bildungen mit Dentalsuffix den semantisch sehr weit gefaßten Ansatz einer Wurzel ie. *nei-, *nī̌- ‘lebhaft bewegt, erregt sein, glänzen’ (zu der auch lat. nitēre ‘glänzen, blinken’ zu stellen ist) stützen bzw. ermöglichen, ist umstritten. neiden Vb. ‘mißgönnen’, ahd. nīdōn ‘neidisch sein, hassen’ (8. Jh.), mhd. (meist mit sekundärer starker Flexion) nīden; dazu beneiden Vb. ‘jmdm. gegenüber Neid empfinden, mißgünstig sein’, mhd. benīden. neidisch Adj. ‘mißgünstig, von Neid geleitet’, mhd. nīdesch, nīdisch; daneben (bis ins 18. Jh.) gleichbed. neidig Adj. ahd. nīdīg (8. Jh.), mhd. nīdic, nīdec ‘feindselig, eifersüchtig, mißgönnend’. Neidhammel m. ‘neiderfüllter Mensch’ (16. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
missgünstig · mit Neid · neiderfüllt · neidvoll  ●  neidhaft  schweiz. · neidig  landschaftlich · neidisch  Hauptform · scheelsüchtig  veraltet · abgünstig  geh., veraltet · scheel  ugs. · schiefmäulig  ugs., veraltend
Assoziationen
  • Eifersucht · Missgunst · Neid  ●  Scheelsucht  veraltet
  • (jemandem) nichts gönnen  ●  (jemandem) das Salz in der Suppe nicht gönnen  sprichwörtlich · (jemandem) nicht das Schwarze unter dem Fingernagel gönnen  sprichwörtlich · (jemandem) nicht das Schwarze unter den Fingernägeln gönnen  sprichwörtlich · (jemandem) nicht das Schwarze unter den Nägeln gönnen  sprichwörtlich · (jemandem) nicht die Butter auf dem Brot gönnen  sprichwörtlich

Verwendungsbeispiele für ›neidig‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Sie solle bloß nicht auf die neidigen Kritiker achten, beruhigt er sie. [Süddeutsche Zeitung, 09.08.1997]
Die Frauen drum herum schauen so, wie man schaut, wenn man gar nicht neidig schauen will. [Süddeutsche Zeitung, 16.07.2003]
Aber Sie werden vermutlich noch lange das Image des neidigen Schwaben mit sich herumtragen müssen. [Süddeutsche Zeitung, 06.10.1997]
Und die Menschen in Retz, die früher über mich gelacht haben, sind heute neidig. [Die Zeit, 27.06.2007, Nr. 27]
Natürlich sind darunter auch betrogene Ehefrauen oder neidige Nachbarn, aber an 75 Prozent der Anzeigen ist wirklich etwas dran. [Süddeutsche Zeitung, 05.10.2004]
Zitationshilfe
„neidig“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/neidig>.

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