Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.
eWDG

Bedeutungen

1.
neubelebt, wiederbelebt; in neuer, veränderter Form fortgesetzt
Grammatik: produktiv und stets betont
Beispiel:
Neofaschismus, Neofaschist, neofaschistisch, Neoimpressionismus, Neoimpressionist, neoimpressionistisch, Neoklassizismus, Neoklassizist, neoklassizistisch, Neokolonialismus, neokolonialistisch, Neoliberalismus, Neonazi, Neonazismus, neonazistisch, Neopositivismus, Neopositivist, neopositivistisch, Neorealismus, neorealistisch, Neothomismus
2.
neu-
Grammatik: nicht produktiv und stets unbetont
Beispiel:
Neolithikum, Neologismus, Neozoikum
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

neo- Bestimmungswort mit der Bedeutung ‘neu, erneuert, jung’. Zugrunde liegt griech. neo- (νεο-), Kompositionsform von griech. néos (νέος) ‘neu, jung, jugendlich’ (verwandt mit neu, s. d.), vorwiegend Verbaladjektive bildend, vgl. griech. neósporos (νεόσπορος) ‘neu, frisch gesät’, zu spé͞irein (σπείρειν) ‘säen’, neopó͞iētos (νεοποίητος) ‘neu gemacht, erneuert’, zu poié͞in (ποιεῖν) ‘machen, tun’, selten bei Substantiven, vgl. neopolī́tēs (νεοπολίτης) ‘Neubürger’. Im Dt. zuerst neologisch ‘(sprachlich) neugebildet’, Neologismus ‘(sprachwidrige) Neubildung’ (Mitte 18. Jh.); danach vielfach in gelehrten Bildungen, vgl. Neopädagogen (Plur.) ‘neue Erzieher’ (Anfang 19. Jh.), neolithisch, Neolithikum ‘Jungsteinzeit’ (19. Jh.), Neodarwinismus (um 1900), Neoimpressionist, Neoimpressionismus (Anfang 20. Jh.).
Zitationshilfe
„neo-“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/neo->.

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