nichtsahnend

Alternative Schreibungnichts ahnend
GrammatikAdjektiv
Worttrennungnicht-sah-nend ● nichts ah-nend (computergeneriert)
Rechtschreibregeln§ 36 (2.1)
eWDG, 1974

Bedeutung

ahnungslos
Beispiel:
drei Banditen stürzten plötzlich über mich her, der ich nichtsahnend an meiner Arbeit bosselte [G. Hauptm.3,368]

Thesaurus

Synonymgruppe
ahnungslos · nicht eingestellt (auf) · nicht vorbereitet (auf) · nichts ahnend · nichtsahnend · ungewappnet · ↗unvorbereitet  ●  ↗a prima vista  fachspr., ital.
Assoziationen
Antonyme
  • nichtsahnend
Synonymgruppe
ahnungslos · ↗arglos · ↗bedenkenlos · ↗blauäugig · ↗leichtgläubig · ↗naiv · nichtsahnend · ohne Bedenken · ↗sorglos · ↗tumb · ↗töricht · ↗unbedarft · ↗unbekümmert · ↗vertrauensselig  ●  an den Osterhasen glauben  ugs., fig. · an den Weihnachtsmann glauben  ugs., fig. · ganz schön naiv  ugs. · schön blöd  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
handstreichartig · nichtsahnend · ohne Ankündigung · ohne Vorwarnung · ↗unangekündigt · ↗unerwartet · unerwarteterweise · ↗unverhofft · ↗unvermittelt · ↗unvermutet · ↗unversehens · ↗unvorhergesehen · unvorhergesehenermaßen · ↗überfallartig · ↗überraschend · ↗überraschenderweise  ●  aus heiterem Himmel  ugs. · wie ein Blitz aus heiterem Himmel  ugs., sprichwörtlich
Assoziationen
  • abrupt · ↗jäh · mit einem Mal · ohne Übergang · ohne Überleitung · ↗schlagartig · ↗unvermittelt · ↗unversehens · ↗urplötzlich · wie vom Blitz getroffen · ↗übergangslos  ●  aus heiterem Himmel  fig. · mit einem Schlag  fig. · ↗plötzlich  Hauptform · plötzlich und unerwartet  floskelhaft · über Nacht  auch figurativ · auf einmal  ugs. · ↗jählings  geh., veraltend · miteins (lit.)  geh., veraltet
  • (es gibt ein) böses Erwachen  ●  aufgeschreckt  fig. · unsanft geweckt  fig. · wach geworden  fig.
  • (ein) böses Erwachen · (eine) Konfrontation mit der Wirklichkeit · Realitäts-Schock · unangenehme Erkenntnis  ●  (eine) kalte Dusche  ugs., fig.
  • urplötzlich · völlig überraschend · wie aus dem Boden gewachsen · wie aus dem Nichts  ●  ↗jählings  geh., veraltet
  • (bei jemandem) erscheinen · (bei jemandem) vor der Tür stehen  ●  (bei jemandem) auf der Matte stehen  ugs. · ↗antanzen  ugs.
  • augenblicklich · ↗blitzartig · ↗eruptiv · im Handumdrehen · im Nu · in einem Wink · innerhalb kürzester Zeit · mir nichts, dir nichts · ↗ruckartig · ↗zusehends  ●  im Nullkommanichts  ugs. · im Nullkommanix  ugs. · in null Komma nichts  ugs. · mit einem Ruck  ugs. · ratz-fatz  ugs.
  • gefährlich · ↗tückisch · ↗unberechenbar
  • eines Tages · eines schönen Tages · ↗einmal
  • keine Erklärung haben (für) · ohne eigenes Zutun · und wusste nicht, wie (mir geschah) · ↗unerklärlicherweise · ↗ungewollt · ↗unverhofft · warum auch immer  ●  wie die Jungfrau zum Kind(e)  ugs.
  • auf nüchternen Magen  fig. · (schöner) Schreck in der Morgenstunde  ugs.
  • (gleich) zur Sache kommen · (jemanden) unvorbereitet konfrontieren (mit) · (sich) nicht (lange) mit Höflichkeiten aufhalten · (sich) nicht (lange) mit Vorreden aufhalten · sofort auf den Punkt kommen  ●  mit der Tür ins Haus fallen  fig. · gleich in die Vollen gehen  ugs. · gleich in medias res gehen  geh., lat.
  • aus dem Hinterhalt · ↗heimtückisch · ↗hinterhältig · ↗meuchlings · von hinten

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Dort wartete sie mit den Kindern, nichtsahnend, was ihrem Mann passiert war.
Bild, 31.01.2002
Nichtsahnend überredet er Leo, das Werk ihres Pseudonyms zu verreißen - und liebt fortan beide.
Die Zeit, 23.02.1996, Nr. 9
Als Obst das kleine Beil wählte, machte der nichtsahnende Besitzer ihm wegen seiner allzugroßen Bescheidenheit ernstliche Vorwürfe.
Witkowski, Georg: Von Menschen und Büchern, Erinnerungen 1863-1933. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1938], S. 5167
In breiter Schwarmlinie strebten die nichtsahnenden Türken die Höhe empor.
Werfel, Franz: Die Vierzig Tage des Musa Dagh I, Stockholm: Bermann - Fischer 1947 [1933], S. 352
Nichtsahnend schlummerten die Soldaten, während das Schicksal zu ihnen emporklomm, sie zu vernichten, sie führerlos und ratlos den Feinden auszuliefern.
Stucken, Eduard: Die weißen Götter, Stuttgart: Stuttgarter Hausbücherei [1960] [1919], S. 269
Zitationshilfe
„nichtsahnend“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/nichtsahnend>, abgerufen am 19.04.2019.

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