Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

nieder-

Grammatik Affix · verbal
trennbar und stets betont
Grundformnieder1
eWDG

Bedeutungen

1.
bezeichnet eine Bewegung von oben nach unten
Beispiel:
niederblicken, sich niederbücken, niederfahren, niederfließen, niedergleiten, (sich) niederhocken, niederkauern, niederklatschen, sich niederneigen, niederplumpsen, niederrauschen, niederrieseln, niederrinnen, niedersausen, niederschauen, niederschweben, niedersegeln, (sich) niedersenken, niedersteigen, niederströmen, niedertropfen, niederzerren, niederzucken
2.
dient als Verstärkung
Grammatik: in Zusammensetzungen mit Verben, die eine hängende Lage bezeichnen
Beispiel:
niederbaumeln, niederhängen
3.
bezeichnet (eine gewaltsame Beförderung zu Boden und) Vernichtung oder Gefährdung
Beispiel:
niederbomben, niederboxen, niederhauen, niederkartätschen, niederknüppeln, niedermetzeln, niedermeucheln, niederprügeln, niederreiten, niederrennen, niedersäbeln, niederstampfen, niederstechen, niedertrampeln, niederwalzen
4.
bezeichnet ein Besiegen
Beispiel:
niederbrüllen, niederdiskutieren, niederkonkurrieren, niederreden, niederschreien
Zitationshilfe
„nieder-“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/nieder->.

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