Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

nomen est omen

Grammatik Mehrwortausdruck
Herkunft nōmen est ōmenlat ‘der Name ist ein Vorzeichen’ < nōmenlat ‘Name, Bezeichnung’ + esselat ‘sein’ + ōmenlat ‘Vorzeichen, Vorbedeutung’
ZDL-Vollartikel

Bedeutung

bildungssprachlich schon die Bezeichnung, der Name deuten auf etw. hin
Beispiele:
Die Midwayinseln liegen – nomen est omen – genau in der Mitte zwischen Kalifornien und Japan[…]. [Der Standard, 01.12.2015]
Immer mehr Menschen zieht es an den westlichen Rand von Leipzig [nach Grünau], vor allem Familien. […] Nomen est omen – der Stadtteil bietet viel Grün[.] [Leipziger Volkszeitung, 30.09.2020]
»Besucher [der Ausstellung] sollen darüber nachdenken, ob ein Name auch auf sie zutrifft, beispielsweise ob man sich auch als Peter, das vom Griechischen Petros für Fels stammt, fühlt oder eher nicht«, sagt Angelika Beer. Es geht also um die Frage, ob der lateinische Satz »Nomen est omen«, der Name ist ein Zeichen, zutrifft oder eher Goethes Maxime, wonach der Name bloß Schall und Rauch sei. [Rhein-Zeitung, 22.10.2018]
Beim sogenannten Gelbbrenner, der – nomen est omen – mit gelber Flamme brennt, werden die Öltröpfchen zunächst mit der Verbrennungsluft vermischt und dann verdampft. [Bild der Wissenschaft auf CD-ROM, 1999 [1998]]

letzte Änderung:

Zitationshilfe
„nomen est omen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/nomen%20est%20omen>.

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