nominieren

Grammatik Verb · nominiert, nominierte, hat nominiert
Aussprache 
Worttrennung no-mi-nie-ren
Wortbildung  mit ›nominieren‹ als Erstglied: ↗Nominierung  ·  mit ›nominieren‹ als Letztglied: ↗nachnominieren
Herkunft aus gleichbedeutend nōminārelat
eWDG

Bedeutungen

1.
jmdn. als Kandidaten aufstellen, zur Wahl, für ein Amt vorschlagen
Beispiele:
die Kandidaten für die Neuwahlen nominieren
jmdn. (für das Amt des Bürgermeisters) nominieren
die Partei hat ihren Kandidaten für das Amt des Präsidenten nominiert
es wurde ein Nachfolger nominiert
2.
Sport jmdn. für die Teilnahme an (internationalen) Wettkämpfen melden, benennen
Beispiele:
die Spieler für die Fußballweltmeisterschaft nominieren
die für den Länderkampf nominierten Sportler
N wurde als Ersatzspieler nominiert
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Nomen · nominieren · nominal · nominell · Nomination · Nominativ · Nomenklatur
Nomen n. (Plur. Nomina) deklinierbares Wort (Substantiv, Adjektiv, Pronomen), als grammatischer Terminus Übernahme (16. Jh.) von lat. nōmen ‘Name, Benennung’. nominieren Vb. ‘(be)nennen, bezeichnen, namhaft machen, für ein Amt namentlich vorschlagen, ernennen’ (16. Jh.), aus gleichbed. lat. nōmināre. nominal Adj. ‘zum Namen gehörig, das Nomen betreffend’, entlehnt (18. Jh., wohl unter Einfluß von frz. nominal, doch im 17. Jh. bereits in lat. Form in dt. Texten) aus gleichbed. lat. nōminālis. nominell Adj. ‘dem Namen nach, angeblich’ (Anfang 19. Jh.), französierend (s. ↗reell) mit Suffixtausch älteres gleichbed. nominal verdrängend, das jedoch in Zusammensetzungen der grammatischen Terminologie wie Nominalsatz, Nominalstil eingegangen ist. Nomination f. ‘Benennung eines Bewerbers für ein Bischofsamt, Ernennung eines bischöflichen Beamten’, entlehnt aus lat. nōminātio (Genitiv nōminātiōnis) ‘(Be)nennung, Vorschlag’. Nominativ m. erster Fall der deutschen Deklination, in der römischen Grammatik spätlat. (cāsus) nōminātīvus, das in die frühen dt. Grammatiken übernommen wird. Nominativ mit Abfall der lat. Endung seit Stieler (1691), in dt. Übersetzung Nennendung, Nenner, Täther (17. Jh.), Nennfall (Gottsched). Lat. nōminātīvus Adj. ‘zur Nennung gehörig’, zu lat. nōmināre (s. oben). Nomenklatur f. ‘Namenverzeichnis, Gesamtheit der Fachausdrücke eines Wissensgebiets, Fachwortschatz’, entlehnt (17. Jh) aus lat. nōmenclātūra ‘Namenverzeichnis’, einer Bildung zu lat. nōmenclāre ‘mit Namen nennen’, lat. nōmen (s. oben) und lat. calāre ‘(aus)rufen’.

Thesaurus

Synonymgruppe
(als Bewerber) aufstellen · ins Rennen schicken · nominieren · zum Kandidaten erklären · zum Kandidaten küren
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›nominieren‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›nominieren‹.

Verwendungsbeispiele für ›nominieren‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Er nominierte bereits abgeschriebene Kräfte, der Druck auf ihn war anscheinend groß.
Die Zeit, 03.06.2013, Nr. 23
Deshalb müssen wir noch mal sprechen, ob es Sinn macht, mich jetzt zu nominieren.
Die Welt, 21.08.1999
Um diesen Academy Award zu erhalten, hätte der Film allerdings erst von der deutschen Auswahljury nominiert werden müssen.
o. A. [p.b.]: Oscar-Auswahlausschuß. In: Aktuelles Lexikon 1974-2000, München: DIZ 2000 [1992]
Der Film wurde mehrfach ausgezeichnet und für den »Oscar« nominiert.
Baumgartner, Gabriele u. Hebig, Dieter (Hg.): Biographisches Handbuch der SBZ/DDR - B. In: Enzyklopädie der DDR, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1997], S. 2166
Ich hatte es angedeutet, als ich 1960 zum Kanzlerkandidaten nominiert wurde, hernach nicht mehr.
Brandt, Willy: Erinnerungen, Berlin: Ullstein 1997 [1989], S. 418
Zitationshilfe
„nominieren“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/nominieren>, abgerufen am 14.04.2021.

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