nuancieren

GrammatikVerb · nuancierte, hat nuanciert
Aussprache
Worttrennungnu-an-cie-ren (computergeneriert)
HerkunftFranzösisch
Wortbildung mit ›nuancieren‹ als Erstglied: ↗Nuancierung
eWDG, 1974

Bedeutung

Beispiele:
Farben nuancieren (= abtönen, abschattieren)
eine nuancierte Farbskala
Alle Farbtöne sind heller nuanciert [Sibylle1964]
übertragen etw. in allen seinen Feinheiten, Abstufungen und Übergängen erfassen, darstellen
Beispiel:
Die Realitäten des Lebens werden ... im sprachlichen Ausdruck feinstens nuanciert [KronasserSemasiologie115]
oft im Part. Prät.
Beispiel:
eine nuancierte Darstellung der geschichtlichen Zusammenhänge, eines Menschen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Nuance · nuancieren · Nuancierung
Nuance f. ‘Abstufung, Tönung’, zunächst ein Ausdruck der Malerei in bezug auf Farbgebung ‘Abschattierung, Abtönung’, dann auch ‘Begriffsabstufung, feiner gradueller Unterschied’, Übernahme (Mitte 18. Jh.) von afrz. frz. nuance ‘Schattierung, Farbabstufung’, einer Ableitung von afrz. frz. nuer ‘schattieren, eine Farbe abstufen’, das zu afrz. frz. nue ‘Wolke’ (aus vlat. *nūba, lat. nūbēs ‘Wolke, Färbung’) gebildet ist. nuancieren Vb. ‘abstufen, in feinen Unterschieden darstellen’ (Mitte 18. Jh.), aus gleichbed. frz. nuancer; Nuancierung f. (Mitte 18. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
abtönen · ↗einfärben · ↗färben · ↗kolorieren · nuancieren · ↗tingieren · ↗tönen
Synonymgruppe
modulieren · nuancieren · ↗verändern

Typische Verbindungen
computergeneriert

fein

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›nuancieren‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Innerhalb des gesetzten Rahmens färbt er die Musik und nuanciert sie auf seine Weise.
Der Tagesspiegel, 17.07.2003
Für eine Kamera dieser Auflösung sind die Bilder sehr scharf, fein nuanciert und kontrastreich.
C't, 1998, Nr. 10
Seine wirkliche Einstellung zur Freiheit des christlichen Philosophen müßte vielleicht noch mehr nuanciert werden.
o. A.: Die Kirche in der Gegenwart. In: Jedin, Hubert (Hg.) Handbuch der Kirchengeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1971], S. 16342
Er liebte es, seine Witze nach der Jahreszeit zu nuancieren.
Hermann, Georg [d.i. Borchardt, Georg Hermann]: Jettchen Gebert, Berlin: Fleischel 1919 [1906], S. 365
Bei der Beschreibung des Scheiterns dieser universalen Kaiserpolitik sind die einzelnen Bedingungen des Scheiterns in ihrem sachlichen und biographischen Gewicht nuanciert zu betrachten.
Lutz, Heinrich: Der politische und religiöse Aufbruch Europas im 16. Jahrhundert. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1964], S. 1405
Zitationshilfe
„nuancieren“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/nuancieren>, abgerufen am 21.04.2019.

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