nudeln
GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungnu-deln (computergeneriert)
eWDG, 1974

Bedeutung

Beispiele:
Gänse, Enten, Hühner nudeln (= mit fingerdicken, aus Gerstenschrot, Maismehl und Magermilch oder Wasser hergestellten Röllchen gewaltsam vollstopfen und so mästen) (= heute verbotene Form der Geflügelmast)
ich hab schon gegessen. Sie hat mich genudelt wie eine Herbstgans [StrittmatterTinko299] umgangssprachlich
Beispiel:
ich bin (wie) genudelt (= ich bin übersatt, vollgegessen)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Nudel · nudeln
Nudel f. ‘in Fett schwimmend gebackener Hefeteig, (in Streifen geschnittene) Eierteigware’ (16. Jh.). Herkunft ungeklärt. Vielleicht zu ↗Knödel (s. d.). Kramer in: Die Schlern 64 (1990) 97 ff. vermutet Entlehnung aus grödner. menudli, dieses aus lat. minūtulus ‘winzig, zerkleinert’. nudeln Vb. ‘(mit Nudeln) vollstopfen, mästen’ (belegt Ende 18. Jh., wohl älter).
DWDS-Wortprofil

Typische Verbindungen
computergeneriert

abnudelt durchnudelt herunter runter runternudeln

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›nudeln‹.

DWDS-Beispielextraktor

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Hebt die Les Paul senkrecht nach oben, nudelt ein paar Hardrockklischees runter.
Der Tagesspiegel, 14.12.2000
Die nudeln ihr Personal mit sättigenden Gehältern und sehen es der Spitze hinterherhecheln.
Süddeutsche Zeitung, 21.03.2000
Er war schon Musik-Millionär, bevor sein Name durch die Medien genudelt wurde.
Die Welt, 28.01.2004
Damals saß er noch im Keller und nudelte die Rundschreiben durch.
Die Zeit, 23.11.1973, Nr. 48
Hoffentlich nudelt Italiens Super-Torjäger Luca Toni (22 Saisontreffer für Florenz) unsere Abwehr nicht durcheinander.
Bild, 01.03.2006
Zitationshilfe
„nudeln“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/nudeln>, abgerufen am 15.12.2017.

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