numerisch

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungnu-me-risch (computergeneriert)
HerkunftLatein
Wortbildung mit ›numerisch‹ als Erstglied: ↗Numerik  ·  mit ›numerisch‹ als Letztglied: ↗alphanumerisch
eWDG, 1974

Bedeutung

fachsprachlich zahlenmäßig
a)
Beispiele:
eine numerisch starke, schwache soziale Gruppe
die Schwingungsfrequenz numerisch (= quantitativ) steigern
b)
Mathematik mit konkreten Zahlen, auf bestimmte Zahlen bezüglich
Beispiele:
etw. numerisch berechnen
das numerische Rechnen
eine numerische Gleichung (= Gleichung, in der die bekannten Größen bestimmte Zahlen sind)
So erscheint ... die bunte Mannigfaltigkeit der chemischen Erscheinungen restlos zurückgeführt auf numerische und räumliche Beziehungen [PlanckWeltbild16]
c)
Technik
Beispiele:
numerisch gesteuerte Maschinen (= Maschinen, die durch Lochstreifen gesteuert werden, auf denen die technischen Daten nach einem in Ziffern verschlüsselten System eingestanzt sind)
ein numerisches System
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Nummer · Numerus · numerisch · numerieren · Numerale
Nummer f. ‘Ziffer, Zahl, Kennzahl’, übertragen ‘Größe, zirzensische Darbietung’, scherzhaft ‘Witzbold’. Numero n. (auch f., doch meist ohne Artikel) ist eine Entlehnung (Mitte 16. Jh.) der Kaufmannssprache von ital. numero m. ‘Zahl, Zahlenzeichen’ (aus lat. numerus ‘Zahl, Anzahl’). Auf die heute seltene Form weist gelegentlich noch die Abkürzung No. sowie das Zeichen Eingedeutschtes Nummer f. (mit fem. Genus nach Zahl und mm zur Kennzeichnung der Kürze des Vokales) tritt im 18. Jh. auf. Die Grammatik übernimmt (17. Jh.) terminologisches lat. numerus als zusammenfassenden Begriff Numerus m. für Singular, Dual, Plural. numerisch Adj. ‘zahlenmäßig, der Zahl nach’ (Mitte 18. Jh.), vgl. nlat. numericus; neuerdings (20. Jh.) gelegentlich auch nummerisch. numerieren Vb. ‘mit Nummern, mit fortlaufenden Zahlen versehen, beziffern’ (Mitte 16. Jh.), aus lat. numerāre ‘zählen, rechnen’. Numerale n. ‘Zahlwort’, Übernahme (Mitte 17. Jh.) des gleichbed. grammatischen Terminus spätlat. (nōmen) numerāle; vgl. spätlat. numerālis ‘zu den Zahlen gehörig’, Ableitung von lat. numerus ‘Zahl’ (s. oben).

Thesaurus

Synonymgruppe
mit Ziffern · numerisch · nummerisch · ↗zahlenmäßig
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Algorithmus Array Eingabe Eingabefeld Einzigkeit Gleichstand IP-Adresse Kennung Majorität Mathematik Parität Simulation Steuerung Strömungsmechanik Titelwahl Unterlegenheit Unterzahl Variable Wettervorhersage alphabetisch alphanumerisch gesteuert grafisch rein unterlegen Übergewicht Überlegenheit Übermacht Überzahl überlegen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›numerisch‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Aber so was kann man nicht an numerischen Zielen festmachen.
Die Zeit, 19.08.2004, Nr. 35
Noch sind wir alle gleich, doch die Wirtschaft ist numerisch überlegen.
Die Welt, 14.02.2002
Es mag aber auch noch eine ziemlich numerische Überlegenheit hinzugekommen sein, so daß wir das türkische Heer auf 11000 bis 12000 Mann veranschlagen können.
Delbrück, Hans: Geschichte der Kriegskunst im Rahmen der politischen Geschichte - Dritter Teil: Das Mittelalter, Berlin: Directmedia Publ. 2002 [1923], S. 24637
Aber die numerische Überlegenheit allein gibt noch nicht den Sieg.
Delbrück, Hans: Geschichte der Kriegskunst im Rahmen der politischen Geschichte - Zweiter Teil: Die Germanen, Berlin: Directmedia Publ. 2002 [1921], S. 22504
Meine abstrakte Einheit muß er perzipiert haben, meine numerische Einheit kann er nicht zählen.
Mauthner, Fritz: Wörterbuch der Philosophie. In: Bertram, Mathias (Hg.) Geschichte der Philosophie, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1910], S. 26415
Zitationshilfe
„numerisch“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/numerisch>, abgerufen am 26.03.2019.

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