Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

oberfaul

Grammatik Adjektiv
Aussprache 
Worttrennung ober-faul
Wortzerlegung ober- faul
Duden, GWDS, 1999

Bedeutung

umgangssprachlich, emotional sehr anrüchig, bedenklich

Verwendungsbeispiele für ›oberfaul‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Östlich der Elbe sieht es damit faul aus, rechts der Oder oberfaul. [Tucholsky, Kurt: Berlin und die Provinz. In: Kurt Tucholsky, Werke – Briefe – Materialien, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1928]]
Was aber, liebe Blonde, die hiesigen Verhältnisse angeht, so sind sie oberfaul. [Tucholsky, Kurt: An Mary Gerold-Tucholsky, 19.12.1918. In: ders., Kurt Tucholsky, Werke – Briefe – Materialien, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1918], S. 9757]
Doch wo mit Ausschlachten begonnen wird, um wenigstens einige Fahrzeuge oder Geräte mobil zu halten, ist etwas oberfaul. [Die Welt, 07.03.2001]
Sie sind stinkreich und oberfaul und in ihren Kunststoff‑Villen funktioniert alles auf Knopfdruck. [Süddeutsche Zeitung, 16.08.2001]
Alle zwischenmenschlichen Beziehungen sind wurmstichig und oberfaul, zermürbt von Habgier. [Der Tagesspiegel, 15.04.1998]
Zitationshilfe
„oberfaul“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/oberfaul>.

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