obskur

Grammatik Adjektiv
Aussprache 
Worttrennung ob-skur · obs-kur
Wortbildung  mit ›obskur‹ als Grundform: ↗Obskurität
Herkunft zu obscūruslat ‘dunkel, unverständlich, unbekannt, unsichtbar’
eWDG

Bedeutung

abwertend anrüchig, von schlechtem Ruf
Beispiele:
eine obskure Dame
ein obskures Unternehmen, Hotel, Lokal
die obskurste aller Zeitschriften
unbekannt
Beispiel:
was soll ihm ein obskurer deutscher Professor [ ZuchardtStunde456]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

obskur Adj. ‘unbekannt, fragwürdig, zweifelhaft, verdächtig’, Entlehnung (17. Jh.) aus lat. obscūrus ‘dunkel, unverständlich, unbekannt, unsichtbar’, ursprünglich wohl ‘bedeckt’ (verwandt mit ↗Scheuer, ↗Scheune, s. d.). Vgl. früher bezeugtes obskurieren ‘verdunkeln, unverständlich machen’, Obskuration ‘Verdunklung, Verfinsterung’ (16. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
anrüchig · ↗fragwürdig · ↗halbseiden · nicht vertrauenswürdig · obskur · ↗ominös · ↗undurchsichtig · ↗windig · ↗zweifelhaft · ↗zwielichtig  ●  ↗dubios  Hauptform · ↗dunkel  fig. · ↗lichtscheu  fig. · nicht (ganz) koscher  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
dunkel · obskur · ↗schattenhaft · ↗undeutlich · ↗ungefähr · ↗unklar · ↗unscharf
Assoziationen
Synonymgruppe
außergewöhnlich · ↗eigenartig · ↗eigentümlich · ↗komisch · ↗merkwürdig · obskur · ↗sonderbar · ↗ungewöhnlich · ↗wunderlich  ●  ↗seltsam (unerklärlich)  Hauptform · (ein) eigen Ding  geh., veraltend · ↗ominös  geh.
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›obskur‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›obskur‹.

Verwendungsbeispiele für ›obskur‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Da war angeblich einer an die obskure Version eines im 17.
Der Tagesspiegel, 01.11.2002
Die übrigen Namen sind ebenso obskur; gerade einmal vier dieser fünfzehn gab es bereits vor fünf Jahren.
Die Zeit, 02.12.1999, Nr. 49
Um acht Uhr war ich in dem kleinen, obskuren Lokal.
Rinser, Luise: Mitte des Lebens, Frankfurt a. M.: S. Fischer 1952 [1950], S. 252
Die allerunmöglichsten Leute führen es schon im Munde und schmücken ihre unsympathischen oder obskuren Erlebnisse damit.
Reventlow, Franziska Gräfin zu: Von Paul zu Pedro. In: Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1912], S. 10969
In der Verhandlung kam dann später kaum noch die Rede auf meine mehr oder minder obskuren Tatmotive.
Strauß, Botho: Der junge Mann, München: Hanser 1984, S. 263
Zitationshilfe
„obskur“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/obskur>, abgerufen am 17.01.2021.

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