offerieren

GrammatikVerb · offerierte, hat offeriert
Aussprache
Worttrennungof-fe-rie-ren
HerkunftLatein
eWDG, 1974

Bedeutung

jmdm. etw. anbieten
Beispiele:
jmdm. ein gutes Geschäft, einen Handel, eine neue Stellung, einen Erholungsaufenthalt offerieren
er offerierte ihm ein Glas Wein, eine Zigarre
Ein altes Männchen ... tritt an unseren Tisch und offeriert uns einen Spaziergang zu der Tomba di Giulietta [HartungWunderkinder116]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

offerieren · Offerte
offerieren Vb. ‘anbieten, darbringen’, entlehnt (Anfang 16. Jh.) aus gleichbed. lat. offerre, eigentlich ‘entgegentragen, anbieten’ (vgl. lat. ob ‘entgegen, vor, über etw. hin, wegen, für’ und ferre ‘tragen, bringen’); anfangs meist in der allgemeinen Bedeutung ‘(Geschenke, Dienste, Frieden) anbieten’, mehrfach in der Fügung offerieren und anbieten, seit dem 19. Jh. geläufig in der kaufmännischen Bedeutung ‘zum Kauf anbieten, anpreisen, zum Handel vorschlagen’. Offerte f. ‘Anerbieten, Angebot’ (Mitte 17. Jh.), aus gleichbed. frz. (älter) offerte (neben der bis heute üblichen Ableitung frz. offre), dem substantivierten Femininum des Part. Perf. von frz. offrir, afrz. ofrir ‘(an)bieten, darbringen’ (aus lat. offerre, s. oben); zunächst in allgemeiner Verwendung, seit Ende des 18. Jhs. in der Kaufmannssprache ‘(schriftliches) Kauf-, Preisangebot’, später auch im Zeitungswesen.

Thesaurus

Synonymgruppe
anbieten · ↗bereithalten · ↗bereitstellen · ↗bieten · ↗feilbieten · offerieren · zur Verfügung stellen  ●  ↗entbieten  veraltet · ↗feilhalten  veraltet
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Anbieter Angebot Arrangement Dienstleistung Doppelzimmer Franke Halbpension Hotel Internet-Zugang Investmentgesellschaft Katalog Kunde Menü Paket Palette Pauschalangebot Pauschalarrangement Pauschale Pauschalpreis Rabatt Reisebüro Service Sonderangebot Speisekarte Spezialität Suite Veranstalter Verkehrsamt beispielsweise Übernachtung

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›offerieren‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Aber diese Kurse werden kleine Anbieter dann nicht mehr offerieren können.
Süddeutsche Zeitung, 18.01.2002
Vor kurzem noch waren sie vom parlamentarischen Aus bedroht, und plötzlich wird ihnen die Beteiligung an der Macht offeriert.
Die Zeit, 01.10.1998, Nr. 41
Nach dem Essen ist es vielerorts Brauch, einen Schnaps zu offerieren.
Schäfer-Elmayer, Thomas: Der Elmayer. In: Zillig, Werner (Hg.) Gutes Benehmen, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1991], S. 4558
Einerseits kann er antiwestliches Ressentiment ausnutzen, anderseits braucht er keine Lösungen zu offerieren.
Seton-Watson, Hugh: Rußland und Osteuropa. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1961], S. 19550
Die Deutsche Bundesbank offeriert von Zeit zu Zeit Wertpapier-Pensionsgeschäfte in Form eines Zinstenders.
o. A. [mp.]: Zinstender. In: Aktuelles Lexikon 1974-2000, München: DIZ 2000 [1983]
Zitationshilfe
„offerieren“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/offerieren>, abgerufen am 21.02.2019.

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