offizinell

GrammatikAdjektiv
Worttrennungof-fi-zi-nell
HerkunftLatein
WortzerlegungOffizin-ell
eWDG, 1974

Bedeutung

fachsprachlich als Heilmittel anerkannt
Beispiele:
offizinelle Pflanzen, Kräuter
einen süßlich-offizinellen Geruch (= einen an Arzneimittel erinnernden Geruch), der an Elend und Wunden und verdächtige Reinlichkeit erinnerte [Th. MannTod in Venedig9,511]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Offizin · offizinell
Offizin f. ‘Werkraum (nicht gewöhnlicher Handwerker), Apotheke, Buchdruckerei’, Entlehnung (17. Jh.) von lat. officīna ‘Werkstätte’, nach opificīna, zu lat. opifex ‘Arbeiter, Handwerker, Bildner’, aus lat. opus ‘Arbeit, Beschäftigung, Handlung, Werk’ und lat. facere ‘machen, tun’. offizinell Adj. ‘als Heilmittel erhältlich, heilkräftig’, gelehrte Bildung (18. Jh.) nach nlat. officīnālis ‘heilkräftig, in der Apotheke gebraucht’.

Verwendungsbeispiel für ›offizinell‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wermut ist offizinell und wird im Ausguß gegen Verdauungsbeschwerden, Gelbsucht und Würmer verwendet.
o. A.: A. In: Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1906], S. 4013
Zitationshilfe
„offizinell“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/offizinell>, abgerufen am 31.03.2020.

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