Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

ohnehin

Grammatik Adverb
Aussprache  [oːnəˈhɪn]
Worttrennung oh-ne-hin
Wortzerlegung ohne hin
ZDL-Vollartikel

Bedeutung

(unabhängig vom vorher Gesagten oder davon, wie man etw. betrachtet oder was man tut) auf jeden Fall gültig oder zutreffend
Synonym zu ohnedies, allemal (1)
Kollokationen:
als Adverbialbestimmung: ohnehin angeschlagen, angespannt, gering, knapp, schwach, schwierig
Beispiele:
Von den ohnehin erschreckend wenigen Meeresschutzgebieten verdient nur die knappe Hälfte diesen Namen wirklich. [Süddeutsche Zeitung, 20.03.2021]
Ohnehin kann man sich die Konstellation, in der politische Verantwortung zu übernehmen ist, selten aussuchen. [Brandt, Willy: Erinnerungen. Berlin: Ullstein 1997 [1989], S. 229]
Die aktuelle Krise trifft also vor allem jene, die ohnehin schon arm sind. [Die Welt, 08.10.2020]
Die Daten sind konzernintern ohnehin vorhanden, sie müssten nur offengelegt werden. [Der Spiegel, 06.06.2013 (online)]
Ohnehin mit Wort und Rede kläglich beschlagen, verlor er in solchen Zuständen höchster Erregung [auch noch] die Stimme. [Spitteler, Carl: Imago. Jena: Diederichs 1910, S. 127]

letzte Änderung:

Thesaurus

Synonymgruppe
(egal) wie man es (auch) dreht und wendet · allemal · auch ohne das · auch so (schon) · davon abgesehen · ohnedem · ohnedies · ohnehin · so oder so · sowieso · unabhängig davon  ●  eh  ugs. · per se  geh.
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›ohnehin‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›ohnehin‹.

Zitationshilfe
„ohnehin“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/ohnehin>.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
ohnegleichen
ohneeinander
ohnedies
ohnedem
ohne weiteres
ohneweiters
ohnlängst
ohnmächtig
oho
ohrenbetäubend