okkasionell

Grammatik Adjektiv
Aussprache 
Worttrennung ok-ka-si-onell · ok-ka-sio-nell
Wortzerlegung  Okkasion -ell
Herkunft aus gleichbedeutend occasionnelfrz < occasionfrz ‘Gelegenheit, Veranlassung, Zufall’
eWDG

Bedeutung

Wissenschaft Gelegenheits-
Beispiel:
die okkasionellen Bildungen in der Sprache
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Okkasion · okkasionell
Okkasion f. ‘Gelegenheit, Anlaß’, Entlehnung (17. Jh.) von frz. occasion ‘Gelegenheit, Veranlassung, Zufall’, oder unmittelbar aus diesem zugrundliegenden gleichbed. lat. occāsio (Genitiv occāsiōnis); zu lat. occidere (occāsum) ‘(nieder)fallen, aufhören, untergehen’, lat. cadere ‘fallen, sinken’. okkasionell Adj. ‘gelegentlich’, Übernahme (17. Jh.) von gleichbed. frz. occasionnel, abgeleitet von frz. occasion (s. oben).

Thesaurus

Synonymgruppe
(es) kommt durchaus vor · Gelegenheits... · ab und an · ab und zu · bisweilen · des Öfteren · des Öftern · fallweise · gelegentlich · hin und wieder · manches Mal · mitunter · okkasionell · sporadisch · unregelmäßig · vereinzelt · verschiedentlich · von Zeit zu Zeit · zeitweilig · zeitweise · zuweilen · zuzeiten  ●  gerne  ironisch · manchmal  Hauptform · dann und wann  ugs. · das eine oder andere Mal  ugs. · hie und da  ugs. · hier und da  ugs. · immer mal wieder  ugs. · nicht immer, aber immer öfter  ugs., scherzhaft · schon einmal  ugs. · schon mal  ugs. · öfters  ugs.
Oberbegriffe
  • in einer bestimmten Häufigkeit · in einer bestimmten Regelmäßigkeit · mehr oder weniger oft · mehr oder weniger regelmäßig · mit einer bestimmten Auftretenswahrscheinlichkeit · mit einer bestimmten Häufigkeit  ●  so oft  Hauptform
Assoziationen
Synonymgruppe
fallabhängig · fallweise · situationell · situationsweise · situativ · vom (jeweiligen) Fall abhängen(d) · von der Situation abhängen(d)  ●  situationsabhängig  Hauptform · kommt (ganz) darauf an  ugs. · kommt auf die Situation an  ugs. · okkasionell  geh. · von Fall zu Fall verschieden  ugs., variabel
Assoziationen

Verwendungsbeispiele für ›okkasionell‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Auf diesem Wege gelangt die okkasionelle Motivation der Auslegung schließlich zu einer grundsätzlichen Bedeutung.
Gadamer, Hans-Georg: Wahrheit und Methode, Tübingen: Mohr 1960, S. 164
Man erklärt die "usuelle" Bedeutung des Wortes aus seinen "okkasionellen" Bedeutungen heraus.
Voßler, Karl: Positivismus und Idealismus in der Sprachwissenschaft, Heidelberg: Winter 1904, S. 37
Unter dem Mikroskop erweist sich jede Verständigung als okkasionell und zerbrechlich.
Habermas, Jürgen: Theorie des kommunikativen Handelns - Bd. 1. Handlungsrationalität und gesellschaftliche Rationalisierung, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1981, S. 180
Wem das zu naiv ist, kann sie ja „okkasionell“ nennen.
Die Zeit, 09.06.2003, Nr. 23
Alle sozialen Formen werden okkasionell gefunden, bleiben an konkrete Lokalisierungen gebunden und müssen präsent sein, um wirken zu können.
Luhmann, Niklas: Soziale Systeme, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1984, S. 940
Zitationshilfe
„okkasionell“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/okkasionell>, abgerufen am 26.01.2022.

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