okkult
GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungok-kult
HerkunftLatein
eWDG, 1974

Bedeutung

Beispiel:
er glaubte an okkulte (= verborgene, geheime) Kräfte
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

okkult · Okkultismus
okkult Adj. ‘geheim, verborgen, dunkel’ (von nach den Naturgesetzen scheinbar nicht erklärbaren Kräften und Dingen), Entlehnung (18. Jh.) aus lat. occultus Part.adj. bzw. occultē Adv. ‘verborgen, versteckt, heimlich, geheim’, zu lat. occulere (occultum) ‘verdecken, verbergen, verheimlichen’. Dazu die gelehrte Neubildung Okkultismus m. ‘Geheimwissenschaft, Lehre von scheinbar übernatürlichen Erscheinungen und Kräften’ (Ende 19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
geheim · ↗heimlich · ↗verborgen · ↗verstohlen
Assoziationen
Synonymgruppe
Synonymgruppe
entrückt · entschwebt · ↗versponnen · ↗weltfremd
Synonymgruppe
geheimnisumwittert · ↗geheimnisumwoben · ↗geheimnisvoll · ↗mysteriös · ↗nebulös · ↗rätselhaft · ↗sagenumwoben · ↗schleierhaft · ↗unergründlich · ↗wundersam  ●  ↗arkan  geh. · ↗delphisch  geh. · ↗orphisch  geh. · ↗sibyllenhaft  geh. · ↗sibyllinisch  geh.
Assoziationen
DWDS-Wortprofil

Typische Verbindungen
computergeneriert

Erlebnisse Erscheinungen Fähigkeiten Gegenstand Handlungen Hintergrund Kräfte Lehren Mächte Neigungen Philosophie Phänomene Praktiken Riten Rituale Schriften Sekten Sitzungen Symbolen Tagebuch Traditionen Welle Wissenschaften Zirkel esoterische magische mystische Ökonomien

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DWDS-Beispielextraktor

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ich bin sicher, nicht in einem okkulten, mystischen, kabbalistischen Sinn, sondern in einem nüchtern-logischen Sinn.
Rosendorfer, Herbert: Großes Solo für Anton, Zürich: Diogenes 2000 [1976], S. 174
Wenn du dich traust, mir zu schreiben, werde ich dich in okkulte Liebestechniken einführen.
Bild, 13.02.2001
Bei den okkulten Kreisen handelt es sich zwar nur um die neuapostolische Kirche - aber die Journalisten sind an diesem Tag für jede scheinbare Erklärung dankbar.
Der Tagesspiegel, 10.11.1999
Ein von der Erdkraft ausgehendes Denken und ein verstärktes Interesse für okkulte Probleme waren die Parole.
Diederichs, Eugen: Aus meinem Leben. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1927], S. 23361
Unter den verschiedenen okkulten Erscheinungen, die jahrhundertelang das menschliche Weltbild formten, nahm die Sterndeutung eine dominierende Stellung ein.
Klemz, Willy: Praktische Menschenkunde, Düsseldorf: Greif 1963, S. 14
Zitationshilfe
„okkult“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/okkult>, abgerufen am 20.09.2017.

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