ominös
GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungomi-nös (computergeneriert)
HerkunftLatein
eWDG, 1974

Bedeutungen

1.
von schlimmer Vorbedeutung, unheilverkündend
Beispiele:
ein ominöses Schweigen trat ein
ihr ominöses Lächeln
ominöse Laute
der ominöse blaue Brief
2.
anrüchig, berüchtigt, zweifelhaft
Beispiele:
eine ominöse Lehre, Organisation, Bezeichnung
er hatte einen ominösen Spitznamen
ein ominöses Wort, Blättchen
das ominöse Resultat der Verhandlungen
Ihren ominösen Ruf verdanken die Orchideen aber nicht nur der Form ihrer Wurzelknollen [Natur u. Heimat1962]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Omen · ominös
Omen n. ‘Zeichen, gutes oder böses Vorzeichen, Vorbedeutung’, Übernahme (16. Jh.) von gleichbed. lat. ōmen. ominös Adj. ‘von böser Vorbedeutung, unheilvoll, bedenklich’, entlehnt (17. Jh.) aus gleichbed. frz. omineux (das auch, in frz. Schreibung, bis ins 18. Jh. im Dt. gilt). Diesem zugrundeliegendes lat. ōminōsus ergibt im Dt. ominos (nur im 17. und 18. Jh. üblich) in dem dem Lat. entsprechenden Sinne ‘bedeutungsvoll, eine (gewöhnlich böse) Vorbedeutung habend’.

Thesaurus

Synonymgruppe
anrüchig · ↗fragwürdig · nicht (ganz) koscher · nicht vertrauenswürdig · ↗obskur · ↗undurchsichtig · ↗windig · ↗zweifelhaft · ↗zwielichtig  ●  ↗dubios  Hauptform · ↗dunkel  fig.
Assoziationen
Synonymgruppe
häufig genannt · ↗legendär · oft erwähnt · ↗sprichwörtlich · ↗vielbeschworen · ↗vielzitiert  ●  viel berufen  geh.
Assoziationen
Synonymgruppe
außergewöhnlich · ↗eigenartig · ↗eigentümlich · ↗komisch · ↗merkwürdig · ↗obskur · ↗sonderbar · ↗ungewöhnlich · ↗wunderlich  ●  ↗seltsam (unerklärlich)  Hauptform · (ein) eigen Ding  geh., veraltend
Assoziationen
DWDS-Wortprofil

Typische Verbindungen
computergeneriert

Achse Andeutungen Anruf Anrufer Autounfall Dossiers Fax Fleck Higgs-Teilchen Hintermänner Koffer Konto Liste Mister Paragraph Partikeln Schriftstücks Spender Spritzen Streichliste Todesfall Umschlag Umständen Unterton Vermerk Vermächtnis Verschwinden Vorzeichen Waffenhändler Zettel

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›ominös‹.

DWDS-Beispielextraktor

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Doch der Einsatz in Pau blieb ohne Erfolg, der ominöse Mann tauchte nie wieder auf.
Die Welt, 26.08.2005
Aber zu den ominösen 500 Euro gibt es doch eine konkrete Spur.
Der Tagesspiegel, 13.05.2005
Aber von diesen neuartigen Werken haben wir die potentiell ominöseste Klasse noch nicht erwähnt.
Jonas, Hans: Das Prinzip der Verantwortung, Frankfurt a. M.: Insel-Verl. 1979, S. 40
Er schlug eine Seite um und übersprang die ominöse Stelle, die nun hätte folgen müssen.
Harig, Ludwig: Ordnung ist das ganze Leben, München u. a.: Hanser 1987 [1986], S. 617
Das ging eindeutig aus einem Brief, den er von einem ominösen Herrn Ricker erhalten hat, hervor.
Dückers, Tanja: Spielzone, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2002 [1999], S. 12
Zitationshilfe
„ominös“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/ominös>, abgerufen am 20.09.2017.

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