online

Grammatik Adverb
Aussprache  [ˈɔnlaɪ̯n]
Worttrennung on-line
Ungültige Schreibung on-line
Herkunft aus gleichbedeutend onlineengl
DWDS-Vollartikel

Bedeutungen

1.
im, über das Internet
Kollokationen:
als Adverbialbestimmung: online buchbar, abrufbar, verfügbar, zugänglich; etw. online abrufen, abwickeln, anbieten, bestellen, buchen, erledigen, kaufen, ordern, veröffentlichen; online einkaufen, spielen
Beispiele:
Waren es früher vor allem Laptops und Stand‑PCs, mit denen online Dinge gesucht und bestellt wurden, so geht der Trend heute zu Smartphones […]. [Voice Search, 31.07.2019, aufgerufen am 19.08.2020]
[…] Sie werden von unserem Kundenservice per E‑Mail informiert, sobald der E‑Scooter unser Lager verlassen hat. Sie können dann über die mitgeschickte Paketnummer Ihre Lieferung online verfolgen. [1&1 BLOG, 31.07.2019, aufgerufen am 19.08.2020]
MTV ruft sein Publikum […] dazu auf, sich während und nach der Sendung online oder per Telefon an der Fernsehdiskussion »zu beteiligen und seine Meinung zu äußern«. [Die Welt, 28.04.2006]
Seit Anfang diesen Jahres stehen etwa 157.800 Bildungsangebote, davon 21.000 aus den neuen Bundesländern, und 7.000 Hochschulstudiengänge online zur Verfügung. [Berliner Zeitung, 03.02.1993]
Alle müssten das Internet nutzen, die öffentliche Verwaltung solle on-line arbeiten[,] Stellenausschreibungen sollten dort erfolgen. [Der Tagesspiegel, 14.03.2000] ungültige Schreibung
a)
Phrasem:
etw. geht, ist, steht online (= etw. wird, ist im Internet öffentlich, verfügbar)
Beispiele:
Der Vortrag ging online, aus knapp 500 Zuhörern wurden in kurzer Zeit ein paar Millionen. [Neue Zürcher Zeitung, 31.01.2016]
Das Schlimme: Die Liste ging online, Namen wurden publik. [Welt am Sonntag, 21.01.2018]
Am 7.10.2015 war es soweit, mein erster Blogartikel ging online und ich habe mich nach und nach versucht in die Materie einzuarbeiten. [Jahresrückblick 2015 und Ausblick auf 2016, 03.01.2016, aufgerufen am 22.07.2020]
Die Frage bleibt also offen, ob boardunity wieder online geht oder ob das Forum offline bleibt. [boardunity offline, 30.06.2006, aufgerufen am 15.09.2018]
b)
Phrasem:
jmd. schaltet, stellt etw. online (= jmd. stellt etw. im Internet zur Verfügung)
Beispiele:
Sie [die Datenbank »Lost Art«] wurde im Jahr 2000 gemeinsam von Bund und Ländern online geschaltet. [Die Zeit, 21.11.2013]
Google hat einige Jahre zuvor in den USA damit begonnen, Bücher zu scannen und kostenlos online zu stellen. [Die Zeit, 12.08.2013 (online)]
Da wurde wohl ein Datensatz, der sonst nur für Test‑Zwecke verwendet wird, ungewollt online gestellt. [Welt am Sonntag, 13.10.2019, Nr. 41]
Das seit vergangenen Oktober online geschaltete Angebot richtet sich (zunächst) vor allem an Jugendliche. [Die Welt, 07.02.2001]
2.
mit aktiver Verbindung zum Internet (und daher über das Internet erreichbar, abrufbar o. ä.)
Gegenwort zu offline (1)
Beispiele:
Mobiles Internet nutzt jeder ganz selbstverständlich, der auch von unterwegs online sein möchte oder in Bezug auf seinen Internetkonsum einfach nicht an ein stationäres Gerät gebunden sein will. [Smartphone, Tablet, Phablet, 13.07.2016, aufgerufen am 14.09.2018]
Die Datenbank ist frei zugänglich und bietet eine Auswahl an Themen […]. Sie kann online oder auch offline ausgewertet werden. [Was gibt’s Neues im Senat?, 22.08.2006, aufgerufen am 15.09.2018]
Die Entwicklung des Mobilfunks hat etliche Möglichkeiten hervorgebracht, mit denen digitale Inhalte offline oder online wie auf dem PC dargestellt und modifiziert werden können. [Studieren mit dem Handy, 03.08.2005, aufgerufen am 15.09.2018]
Wer sich die Börse auf die eine oder die andere Art und Weise zum Beruf gemacht hat, ist heutzutage in aller Regel online mit den Devisen‑, Aktien‑, Termin‑ und Rohstoffmärkten der Welt verbunden. [Süddeutsche Zeitung, 13.04.1993]
Die online zu verarbeitenden Ausgangsdaten kommen direkt von den Sensoren des Roboters und indirekt von den Steuerungsapparaten, die seine Bewegungsachsen führen. [Die Zeit, 04.11.1988]
Phrasem:
jmd. geht online (= jmd. verbindet sich mit dem Internet oder wird im Internet aktiv)
Beispiele:
Bevor Sie Ihrem Kind erlauben, ohne Aufsicht online zu gehen, sollten Sie sich gemeinsam auf bestimmte Regeln einigen. [Bank Austria, 20.09.2016, aufgerufen am 15.09.2018]
Immer mehr Leute gehen online, aber erst wenigen dient das Medium Internet auch als Quelle für politische Informationen. [Neue Zürcher Zeitung, 25.01.2007]
Der »Spiegel« ging neulich schon mit der Endzeitfrage online: »Darf man in Zeiten des Klimawandels noch Skifahren?« [Die Welt, 30.12.2019]
Wichtig war mir jetzt mit einer Website online zu gehen, weil ich mich gerade erst selbstständig gemacht habe. [Blogstart leicht gemacht, 15.04.2007, aufgerufen am 15.09.2018]
Die einfachste und schnellste Methode ist die Bewerbung per Internet. Sie gehen online und geben im Adressfeld einfach www.2003-lehrstellen.de ein. [Bild, 01.08.2003]

letzte Änderung:

Thesaurus

Synonymgruppe
angeschlossen · ↗ansprechbar (Gerät) · ↗erreichbar · online · verbunden · zugreifbar · ↗zugänglich
Antonyme
  • online
Synonymgruppe
online  ●  übers Internet  variabel

Typische Verbindungen zu ›online‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›online‹.

Zitationshilfe
„online“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/online>, abgerufen am 22.04.2021.

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