opportunistisch

Grammatik Adjektiv
Aussprache 
Worttrennung op-por-tu-nis-tisch
Wortzerlegung Opportunist -isch
Wortbildung  mit ›opportunistisch‹ als Letztglied: rechtsopportunistisch
Duden, GWDS, 1999

Bedeutungen

1.
bildungssprachlich den Opportunismus betreffend, darauf beruhend, in der Art eines Opportunisten handelnd
2.
Medizin von Keimen, Erregern   nur unter bestimmten Bedingungen pathogen werdend

Thesaurus

Synonymgruppe
(sich) schnell und bedenkenlos anpassend · angepasst · charakterlos · konformistisch · ohne Rückgrat · opportunistisch · prinzipienlos · rückgratlos · unkritisch  ●  aalglatt  fig. · stromlinienförmig  fig. · schleimig  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›opportunistisch‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›opportunistisch‹.

Verwendungsbeispiele für ›opportunistisch‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Natürlich heißt es dann schnell wieder mal, der Kanzler regiere nicht, er reagiere opportunistisch. [Die Zeit, 30.09.2002, Nr. 39]
Denn viele bekennen sich zwar opportunistisch zur Fusion, aber im Herzen sind sie dagegen. [Die Welt, 14.08.2001]
Dann verweigerten opportunistische Gewerkschaftsführer, denen der Ausstand zu einem unerwünschten Politikum geworden war, Mitte April 1906 weitere Streikgelder. [Lachs, Johannes u. Raif, Friedrich Karl: Rostock, VEB Hinstorff-Verlag 1968, S. 143]
Manchmal ist es gar nicht opportun, sich opportunistisch zu verhalten. [Die Zeit, 17.11.2008, Nr. 38]
Wir haben uns derart opportunistisch verhalten, dass es immer schwieriger ist, nein zu sagen. [Die Welt, 30.08.2001]
Zitationshilfe
„opportunistisch“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/opportunistisch>.

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