optisch

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungop-tisch
HerkunftGriechisch
Wortbildung mit ›optisch‹ als Erstglied: ↗Optik  ·  mit ›optisch‹ als Letztglied: ↗elektronenoptisch · ↗quasioptisch
eWDG, 1974

Bedeutungen

1.
auf dem Licht und der Sehfähigkeit beruhend
Beispiele:
ein optischer Eindruck, Anreiz
ein optisches Warnzeichen
die optische Wirkung
eine optische Illusion, Täuschung (= gesetzmäßig auftretende Täuschung, die auf der Unvollkommenheit des menschlichen Auges und der unvollkommenen Verarbeitung von Einzeleindrücken beruht)
jmd. ist ein optischer Typ (= er nimmt Gesehenes leichter auf als Gehörtes)
Optikdie optische Achse (= Gerade durch die Krümmungsmittelpunkte von Linsen und Spiegeln)
etw. wirkt optisch gut
jmdm. etw. optisch veranschaulichen, vor Augen führen (= vorführen)
2.
äußerlich betrachtet
Beispiele:
optisch billige Waren
aus optischen Gründen (= um des guten Aussehens willen)
3.
optische GeräteGeräte mit Linsen, Spiegeln
Beispiele:
ein optisches Instrument
die Leistungen der optischen Industrie
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Optik · optisch · Optiker
Optik f. ‘Lehre vom Sehen und vom Licht’, Entlehnung (Optica, 1. Hälfte 16. Jh., Optic, Anfang 17. Jh.) von mlat. optica (Plur.), lat. opticē, griech. optikḗ (téchnē) (ὀπτικὴ τέχνη) ‘die Lehre vom Sehen’, dem substantivierten Fem. von griech. optikós (ὀπτικός) ‘zum Sehen gehörig, das Sehen betreffend’. In neuerer Sprache auch ‘Linsensystem in einem optischen Gerät’ sowie allgemein ‘Sehweise, optischer Eindruck’. optisch Adj. ‘das Sehen, die Optik, die Wirkung auf den Betrachter betreffend’ (16. Jh.); vgl. griech. optikós (s. oben). Optiker m. ‘wer sich mit optischen Geräten (besonders der Anfertigung und Anpassung von Brillen) befaßt’ (Anfang 19. Jh.), zuvor Opticus (17. Jh.), mlat. opticus.

Typische Verbindungen zu ›optisch‹

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Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›optisch‹.

Verwendungsbeispiele für ›optisch‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Das Buffet ist lieblos arrangiert, nicht ein Detail überzeugt durch optische Ästhetik.
Die Welt, 06.06.2003
Die bewusst nicht interpretierend gemeinten Bewegungen aber entwickeln in diesem Fall keinen optischen Sog.
Der Tagesspiegel, 28.05.2001
Das K. entsprach dem Sinn der Renaissance für optische Reize.
o. A.: Lexikon der Kunst - K. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1991], S. 19995
Eine dunkle Decke läßt den Raum niedriger erscheinen, sie hängt optisch tiefer.
o. A.: Das Buch vom Wohnen, Hamburg: Orbis GmbH 1977, S. 233
Leider vermag ich die optische Erklärung dafür nicht zu verstehen.
Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1924. In: ders., Leben sammeln, nicht fragen wozu und warum, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2000 [1924], S. 65
Zitationshilfe
„optisch“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/optisch>, abgerufen am 08.04.2020.

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