orange
GrammatikAdjektiv · indeklinabel
Aussprache
Worttrennungoran-ge (computergeneriert)
HerkunftPersisch → Französisch
Wortbildung mit ›orange‹ als Erstglied: ↗orange-gelb · ↗orange-rot · ↗orangegelb · ↗orangerot
eWDG, 1974

Bedeutung

Farbe des Sonnenspektrums zwischen Rot und Gelb
Synonym zu orangen
Beispiele:
die Jacke war orange
etw. orange färben
lassen Sie Ihre Bedienten helles Orange mit Goldbesatz tragen [RehfischHexen254]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Orange · orange · Orangerie
Orange f. (vorwiegend südd., auch md.) ‘Apfelsine’. Zunächst bezeugt sind nordd. Formen wie oranyge appele (Anfang 15. Jh.), Oranienapffel (17. Jh.) als Entlehnungen aus mnl. appel van arancen, aryangen, aranie(n)appel, nl. oranje(appel). Dies beruht wie md. südd. Orangenapfel (17. Jh.), Orange (um 1700) auf mfrz. frz. orange, afrz. pome d’orange, das, wohl über aprov. arange, auranja, auf ital. arancio, arancia, altobital. naranza (mlat. arangia, arancia, arancium) zurückgeht. Ebenfalls aus dem Ital. entlehnt ist das im Dt. früh bezeugte mhd. arans ‘Apfelsinenbaum’, aranser Plur. ‘Apfelsinen’ (14. Jh.), frühnhd. Arancien Plur. (16. Jh.). Auszugehen ist von auf pers. nāranǧ beruhendem arab. nāranǧ(a) ‘Apfelsine’. Wahrscheinlich werden Apfelsinen seit dem 11. Jh. in Sizilien angebaut, und zwar zunächst eine aus dem Orient stammende rotgoldene, bitter schmeckende Sorte. Sie wird im 16. Jh. von einer aus China stammenden, von den Portugiesen eingeführten süßen Sorte ersetzt, auf die der alte Name übergeht. orange Adj. ‘orangefarben’ (1. Hälfte 17. Jh.), wohl nach gleichbed. mfrz. frz. orange. Orangerie f. ‘Gewächshaus’, älter ‘Bestand an Orangen- und Zitronenbäumen, seltene südliche Pflanzen’, Übernahme im Zusammenhang mit der französischen Gartenkultur um 1700 von frz. orangerie.

Thesaurus

Synonymgruppe
orangefarben · ↗pfirsichfarben  ●  ↗orangen  ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen
  • apricot · aprikosenfarben · blassorange
DWDS-Wortprofil

Typische Verbindungen
computergeneriert

2-Kilo-Netz 3-Kilo-Netz Farbtöne Leibchen Overalls Pfeil Revolution Sonnenbrille Streifen T-Shirt Trikots blau braun färbt gefärbten gekleideten gelb glüht grell grün hellblau leuchtend leuchtet lila pink rosa rot schimmert türkis violett

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›orange‹.

DWDS-Beispielextraktor

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Als erstes fiel den Forschern die strahlend orange Farbe der neuen Materialien ins Auge.
Die Zeit, 29.11.2013 (online)
Die Wände sind orange gestrichen, drei schwarze Sofas füllen den Raum.
Der Tagesspiegel, 01.05.2005
Sein herrlicher, transparenter und feuriger Lack ist leuchtend rot bis orange, auch gelbbraun.
Adelmann, Olga: Seraphin (Familie). In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1965], S. 38153
Dabei verglühte das Licht doch nur einmal im Leben so orange über violettgrauen Wolken.
Venske, Regula: Marthes Vision, Frankfurt am Main: Eichborn Verlag 2006, S. 235
Ihr Glas ist gelblich, fast orange, darüber ein Metalltriangel als Anhänger.
Schulze, Ingo: Simple Storys, Berlin: Berlin-Verl. 1998, S. 254
Zitationshilfe
„orange“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/orange>, abgerufen am 29.06.2017.

Weitere Informationen …