ordinieren

GrammatikVerb · ordinierte, hat ordiniert
Aussprache
Worttrennungor-di-nie-ren (computergeneriert)
GrundformOrdination
Wortbildung mit ›ordinieren‹ als Grundform: ↗ordiniert
Duden GWDS, 1999

Bedeutungen

1.
a)
evangelische Kirche einen Pfarrer feierlich in sein Amt einsetzen
b)
katholische Kirche zum Kleriker weihen
2.
Medizin
a)
(eine Arznei) verordnen
b)
Sprechstunde halten
3.
bestimmen, anordnen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

ordinieren · Ordination · Ordinierung · Ordinate
ordinieren Vb. ‘einen (evangelischen) Pfarrer in sein Amt einführen’, (in der katholischen Kirche nur noch fachsprachlich-kirchenrechtlich) ‘für ein geistliches Amt weihen’ (16. Jh.), ‘ärztlich verordnen, Sprechstunde halten’ (19. Jh.), mhd. ordinieren, ordenieren ‘anordnen, einrichten, bestimmen, zum Priester weihen’, lat. ōrdināre ‘ordnen, in Reihen aufstellen, regeln, in ein Amt einsetzen’, spätlat. ‘zum Priester weihen’ (s. ↗ordnen). Ordination f. ‘Weihe eines Diakons, Priesters, Bischofs, Einsetzung eines Pfarrers’ (16. Jh.), ‘ärztliche Verordnung, Sprechstunde’ (19. Jh.), lat. ōrdinātio (Genitiv ōrdinātiōnis) ‘Anordnung, Einrichtung, Amtseinsetzung’, spätlat. ‘Weihe eines Priesters’. Daneben auch (als Bildung zum Verb) Ordinierung f. (18. Jh.). Ordinate f. vertikale Achse im zweidimensionalen Koordinatensystem, Abstand zur horizontalen Achse, entlehnt (18. Jh.) aus lat. (līnea) ōrdināta, zu lat. ōrdinātus ‘geordnet’, Part. Perf. zu lat. ōrdināre (s. oben).

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bischof Geistliche Mönch Pastor Pfarrer Pfarrerin Priester Rabbiner Rabbinerin

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›ordinieren‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

In der lettischen Kirche war 1957 die erste Frau ordiniert worden.
Süddeutsche Zeitung, 21.04.1995
Bis zu dem Zeitpunkt, als mein Mann und ich ordiniert werden sollten.
Die Zeit, 26.06.2000, Nr. 26
Ohne dazu autorisiert zu sein, ließ er die Prediger auf diese Schriften privaten Charakters ordinieren.
Iserloh, Erwin u. a.: Reformation, katholische Reform und Gegenreformation. In: Jedin, Hubert (Hg.) Handbuch der Kirchengeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1967], S. 7616
Später dürfen die durch den Buddha geweihten Mönche selbst ordinieren.
Edsman, C.-M.: Buddhismus. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1957], S. 8373
Im blauen Neonlicht der Bar ordinieren dort blasse Kellnerinnen und Kellner; sie stecken im OP-Outfit.
Schuh, Franz: Schreibkräfte, Köln: DuMont 2000, S. 200
Zitationshilfe
„ordinieren“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/ordinieren>, abgerufen am 15.10.2019.

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